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Wissen Schwarzes Loch: So könnte die Aufnahme entstehen
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12:21 10.04.2019
Auf der Chajnantor-Hochebene in Chile steht der Teleskopverbund Atacama Large Millimeter Array, kurz ALMA – Teil des weltweiten „Event Horizon“ Teleskop-Netzwerks. Quelle: Christoph Malin / Christophmalin/ESO/HO/dpa
Brüssel

Nichts ist so schwarz wie ein schwarzes Loch. Weil der Anziehungskraft des Ungetüms nichts entkommt, kein Licht, keine Röntgenstrahlung, kann es im üblichen Sinn nicht fotografiert werden. Sehen kann man bestenfalls den „Ereignishorizont“, die letzte Grenze, hinter der es kein Zurück mehr gibt.

Schon seit Jahrzehnten wissen Astrophysiker, wie man ein Schwarzes Loch sichtbar machen kann, doch es dauerte, bis die Technik entwickelt worden war, um es tatsächlich in der Praxis zu versuchen. Das Problem: Licht kann zum Beispiel kaum die 26.000 Lichtjahre (1 Lichtjahr = 9,5 Billionen Kilometer) vom Schwarzen Loch Sagittarius A* im Zentrum unserer Milchstraße bis zur Erde ungestört durchqueren – es gibt auf dem Weg viel zu viele interstellare Nebel aus Gas und Staub, die das Licht nicht durchdringen kann. Was jedoch durchkommt, sind elektromagnetische Lichtwellen, die von Radioteleskopen aufgefangen werden können.

Ein Teleskop so groß wie die Erde

Allerdings muss das Teleskop gigantisch groß sein. Wie groß, hängt von der Größe des Schwarzen Lochs ab und lässt sich genau berechnen: Im Fall von Sagittarius A* ergibt sich ein Teleskop mit einem Durchmesser von 13.000 Kilometern. So ein Gerät kann nicht gebaut werden. Möglich ist es jedoch, viele Radioteleskope mit Hilfe der sogenannten Interferometrie zu verbinden.

Lesen Sie hier: Was sind Schwarze Löcher – und warum hat sie bisher noch niemand gesehen?

Um so ein Bild zusammenzustellen, muss man viele Teleskope an mehreren Standorten in Spanien, Chile, Mexiko, den USA und am Südpol zusammenschalten. Mit diesem Verfahren kann man dann ein Teleskop simulieren, das den nötigen Durchmesser hat, ein Gerät so groß wie die Erde: das Event Horizon Telescope (EHT). Nach Angaben des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie in Bonn erreicht das EHT eine zweimillionenfache Vergrößerung – damit könnte man einen Tennisball auf dem Mond sehen.

Das EHT hat tagelang Daten gesammelt, gewaltige Mengen, die von Supercomputern ausgewertet wurden. Das zusammengestellte Bild wir wahrscheinlich heute Nachmittag präsentiert.

Von Udo Harms/RND

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