Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Wissen Produktiver arbeiten: So gelingt ein erfolgreicher Arbeitstag
Mehr Welt Wissen Produktiver arbeiten: So gelingt ein erfolgreicher Arbeitstag
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:13 11.04.2019
Sich morgens auf die Arbeit mental einzustellen ist genauso wichtig, wie nach Feierabend vom Joballtag abzuschalten. Quelle: Christin Klose/dpa-tmn
Mannheim

Nach der Arbeit abzuschalten, ist wichtig. Das wissen die meisten, auch wenn es sich nicht immer einfach umsetzen lässt. Doch zu bestimmten Zeiten kann genau das Gegenteil hilfreich sein, um einen produktiven Arbeitstag zu haben. Wer sich schon vor Arbeitsbeginn mental darauf einstellt, ist mit mehr Energie bei der Sache, sagt Sabine Sonnentag, Inhaberin des Lehrstuhls für Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität Mannheim. Die Professorin erklärt, warum das so ist, und wie jeder Einzelne das in seinen Alltag integrieren kann.

Warum sollte man sich schon morgens auf die Arbeit einstellen?

„Wir wissen aus zahlreichen Studien, dass es wichtig ist, abends von der Arbeit abzuschalten. Unsere jüngste Untersuchung gibt Hinweise darauf, dass sich Menschen morgens auch wieder mit ihrer Arbeit verbinden müssen“, sagt Sonnentag. Wer sich morgens mental mit seinen Arbeitsaufgaben für den Tag auseinandersetzt, geht dann insgesamt engagierter durch den Tag. Der englische Begriff „Engagement“ meint in diesem Zusammenhang, dass man mit viel Energie bei der Arbeit ist. Dazu gehört ebenfalls eine Art „Absorbiertsein“, das heißt man arbeitet sehr fokussiert und konzentriert, lässt sich nicht leicht ablenken. Und zuletzt „zeichnet sich Engagement durch eine gewisse Hingabe aus, also der persönlichen Wahrnehmung, dass die eigene Arbeit eine Bedeutung hat“, so Sonnentag.

Wie genau sieht dieses mentale Einstellen auf den Arbeitstag aus?

Zunächst sollte man sich fragen: Welche Ziele möchte ich heute erreichen? „Das Wort Ziel muss sich aber nicht gleich auf etwas ganz Großes beziehen. Einen Bericht fertig machen oder einen Anruf tätigen - das kann schon ein Ziel sein“, betont die Arbeitspsychologin. In der Alltagssprache wäre demnach eher von einer Aufgabe die Rede. Daneben ist es entscheidend, sich schon im Vorhinein auf die Aufgaben einzustellen - und zwar mit dem Gedanken: „Ich werde mich gut auf die Aufgabe konzentrieren können“.

Lesen Sie auch:
So motivieren Sie sich zum Frühsport

„Man könnte jetzt den Eindruck gewinnen, dass es vielleicht nicht nur positive Energie freisetzt, wenn ich schon morgens an eine unliebsame Aufgabe denke oder eine Person, die ich treffen muss - obwohl ich nicht möchte“, sagt Expertin Sonnentag. Dadurch, dass man sich aber das Ziel einer Aufgabe vor Augen führt, gewinnt man Energie dafür. Man mobilisiert auch Ressourcen, wenn man sich schon morgens Gedanken macht, was man erreichen will. Man kann sich beispielsweise fragen: „Welche Hilfe brauche ich von anderen dafür?“ und „Welche Freiräume muss ich mir schaffen, um meine Ziele zu erreichen?“

Wie können diese mentalen Prozesse ganz konkret aussehen?

Das kann laut Sonnentag ganz unterschiedlich sein: „Ich kann eine To-do-Liste schreiben, eine bereits angefertigte To-do-Liste vor der Arbeit checken oder mir im Bus, der Bahn oder auf dem Fußweg zur Arbeit Gedanken darüber machen, welche Schwierigkeiten es heute in meinem Berufsleben geben könnte.“ Ein Gespräch mit dem Partner beim Frühstück über das was im Job ansteht kann genauso hilfreich sein, wie sich mit den Kollegen bei einer schnellen Tasse Kaffee über die Aufgaben des Tages auszutauschen, rät die Professorin.

Auch interessant:
Darum ist Lob so wichtig für das Arbeitsklima

Wie schafft man es, dass man sich nicht vor der Arbeit verrückt macht?

„Diese Gefahr besteht tatsächlich. Es gibt da bestimmt große Unterschiede, wann und wie es für einen selbst gut ist, sich morgens schon mental mit der Arbeit auseinanderzusetzen“, sagt Sonnentag. Für eine andere Person könne der gleiche Ansatz ganz falsch sein. „Meine Einschätzung ist: Wenn man sich darüber im Klaren ist, wie man es richtig macht, gibt es einem auch die Freiheit in der Freizeit nicht über die Arbeit nachzudenken“, sagt die Expertin. Denn dann wisse man: Es gibt eine festgelegte Zeit, in der man sich über den Arbeitstag Gedanken machen kann. Etwa, jeden Morgen unter der Dusche, in den fünf Minuten, bevor der Arbeitstag startet oder zehn Minuten während der täglichen Bahn- oder Busfahrt ins Büro.

Von RND/bk

Die Sonde „Beresheet“ steht kurz vor der Landung auf dem Mond. Wenn alles klappt, wäre Israel damit das vierte Land, dem eine Mondlandung gelingt. Bis jetzt schafften das nur Großmächte wie die USA.

11.04.2019

Für den Sparbeitrag von Oma und Opa, das Taschengeld von den Eltern oder erst für das erste selbst verdiente Geld - wann ist der beste Zeitpunkt für das erste eigene Konto? Und welche Bedingungen sind für Minderjährige wichtig? Alle Antworten gibt es hier.

11.04.2019

Schoko-Osterhasen und Schokoladenostereier sind an Ostern ein Muss. Eltern, die noch ein spannendes Spiel in das Osternest legen, machen das Fest für die Kinder perfekt. Mit diesen vier Geschenktipps machen Eltern ihren Kindern eine große Freude.

11.04.2019