Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Wissen Pflanzen im Sommer richtig gießen: So bleibt der Garten grün
Mehr Welt Wissen Pflanzen im Sommer richtig gießen: So bleibt der Garten grün
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:02 30.06.2019
Bei Sommerhitze kommt es auf das richtige Gießen an, um Rasen und Pflanzen vor dem Austrocknen zu bewahren. Quelle: Christin Klose/dpa-tmn
Hannover

Sonne, Hitze, Trockenheit – nicht nur Menschen, auch Pflanzen machen die hohen Temperaturen im Sommer mitunter zu schaffen. Temperaturen von über 30 Grad und längere Trockenperioden können einem Garten massiv schaden. Ausgiebiges Gießen gehört deshalb zu den wichtigsten Aufgaben eines jeden Gärtners im Sommer.

Doch wann ist es am sinnvollsten und wie viel Wasser ist gut für Rasen und Pflanzen? Mit diesen Bewässerungstipps brennt im Garten nichts an.

Lesen Sie hier: Unsere Gartentipps für den Juni.

Gießen und sprengen: Zu welcher Uhrzeit?

Die erste Frage, die sich Hobbygärtnern im Sommer stellt: Wann soll ich gießen? Morgens, abends oder doch lieber, wenn die Hitze am Größten ist?

Prinzipiell ist es sinnvoll, morgens zu gießen, bevor die Sonne scheint und die Luft erwärmt. Dann verdunstet nämlich das meiste Wasser aus dem Boden. Nicht nur Pflanzen sollten dann gegossen werden, wenn es am kältesten ist, auch der Rasen sollte in den frühen Morgenstunden gesprengt werden. Das hat den weiteren Vorteil, dass das Wasser nicht sofort wieder verdunstet und tief in den Boden eindringen kann.

Wenn es besonders heiß ist, empfiehlt es sich zudem, Rasen und Pflanzen abends noch einmal zu gießen. Laut Isabelle Van Groeningen von der Königlichen Gartenakademie in Berlin sollte man aber nicht zu viel Zeit verstreichen lassen: „Wenn die Pflanzen Durst haben, haben Sie Durst.“ In solchen Fällen sollte zeitnah gegossen werden, um ein Vertrocknen der Pflanzen zu vermeiden.

Wie oft soll ich gießen?

Einmal am Tag zu gießen reicht also mitunter nicht aus. Doch es gibt mehr zu beachten. Lieber viel Wasser auf einmal oder kleine Schübe über mehrere Stunden verteilt?

Eine pauschale Antwort hierauf gibt es nicht - entscheidend ist, was gegossen wird. Bei Topfpflanzen etwa gilt: Nicht zu viel auf einmal. Je trockener die Erde, desto langsamer wird das Wasser aufgenommen. Die meisten Pflanzen vertragen es nicht, wenn sich überschüssiges Wasser anstaut. Dadurch können die Wurzeln verfaulen. Deshalb empfiehlt sich hier, mehrfach in kleineren Mengen mit kurzen Wartezeiten zu gießen.

Anders verhält es sich bei Rasen und Beetpflanzen. Hier sollte man pro Bewässerungsvorgang mehr gießen, dafür aber seltener. Dadurch wird das Tiefenwachstum der Wurzeln gefördert. Je tiefer die Wurzeln in der Erde verankert sind, desto besser können sich die Pflanzen oder der Rasen selbst versorgen. Letztlich spart man mit dieser Methode also Wasser.

Wie viel Wasser wird benötigt?

Wie lange und wie viel gegossen werden muss, hängt von der Bodenart ab. Hier gilt: lehmige Böden müssen länger gegossen werden als sandige. Dafür müssen letztere häufiger bewässert werden. Sandige Böden halten das Wasser nämlich nicht so lange wie lehmige.

Als Faustregel gilt: Leichte Böden benötigen zehn bis 15 Liter pro Quadratmeter, bei festen Böden sind 15 bis 20 Liter Wasser angebracht. Rasen, Sommerblumen und Staudenpflanzen vertragen zehn Liter pro Quadratmeter.

Woher weiß ich, ob ich genug gegossen habe?

Bei Beet- und Kübelpflanzen empfiehlt sich der Fingertest. Einfach den Finger in die Erde stecken und die Feuchtigkeit überprüfen. Ist die Erde durchgängig feucht, haben Sie ausreichend gegossen. Bei Rasen kommt ein Spaten zum Einsatz. Hier genügt es, einen kleinen Spalt in den Rasen zu stechen und zu überprüfen, wie tief der Rasen durchfeuchtet ist. Für eine optimale Bewässerung sollte die Feuchtigkeit bis zu 15 Zentimeter tief in den Boden reichen. Alternativ kann auch ein Regenmesser benutzt werden.

Wasser nie direkt auf die Blätter gießen – Mythos oder Wahrheit?

Ein weit verbreiteter Glaube besagt, dass Wassertropfen auf den Blättern in der Sonne wie Brenngläser wirken. Statt der gewünschten Abkühlung würden die Pflanzen also eher noch schneller verbrennen. Laut Van Groeningen eine übertriebene Befürchtung. „Den meisten Pflanzen macht das nichts aus“, behauptet die Pflanzenexpertin. Lediglich Gewächse mit wolligen und filzigen Blättern litten darunter. Diese seien speziell an die Trockenheit angepasst.

Mehr Gartentipps gibt es hier:

So gärtnert es sich mit Heuschnupfen

Gemüse für Anfänger: So klappt es mit dem Gemüsegarten

Hochbeet: So gelingt die bequeme Gartenarbeit

Von pf/RND/dpa

Wer bereits als Kind süßen Tee trinkt, wird später auch viel Zucker wollen, sagt Ernährungsministerin Klöckner. Deshalb soll es jetzt ein Verbot geben. Dieses beziehe sich auch auf weitere Süßungsmittel.

30.06.2019

Seit dem Jahr 2000 fordern extreme Hitzewellen in Deutschland viele Todesopfer. Gefährdet sind vor allem ältere Menschen. Forscher rechnen aufgrund der aktuellen Juni-Hitze auch jetzt wieder mit einer Zunahme der Todesfälle.

30.06.2019

Wenn sich Menschen erschöpft oder urlaubsreif fühlen, kann das ein letzter Warnschuss des Körpers sein. Dann sind dringend Arbeitspausen angesagt. Wissenschaftler erklären, wie die am besten gehen und wie man möglichst lange vom Urlaub profitiert.

29.06.2019