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Mehr Welt Wissen Ökotest: Nur vier Bio-Eier überzeugen
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16:55 02.04.2019
Ökotest empfiehlt nur vier Bio-Eier. Quelle: Pixabay (Symbolbild)
Hannover

Mit Schadstoffen belastete Eier machen immer wieder Schlagzeilen. Rückrufaktionen wegen Salmonellen-Belastung oder Fipronil-Verunreinigung ist leider keine Seltenheit. Deswegen hat die Zeitschrift „Öko-Test“ kurz vor Ostern einen Produkttest durchgeführt. Die Experten testeten insgesamt 20 Eier-Marken auf Schadstoffe, Qualität und auch auf Hühnerhaltung.

Unter die Lupe genommen wurden Bio-Eier, Eier aus Bodenhaltung und auch Freilandeier. Besonderen Augenmerk wurde auf die Hühnerhaltung und Transparenz der Betriebe gelegt. Ausgewertet wurden Fragebögen, die zuvor an die Legebetriebe verschickt worden waren. Labore untersuchten daraufhin die Eier der 20 Betriebe unter anderem auf Salmonellen, Fipronil und Dioxine.

Test-Ergebnis: Nur vier Bio-Eier überzeugten

Leider konnten nur vier Bio-Eier im Test überzeugen. Sie erhielten ein „sehr gut“ oder „gut“. Fünf Eier-Marken kamen nicht über ein „mangelhaft“ hinaus. Darunter Eier von Aldi-Nord, „die Hofland 10 frische Eier aus Bodenhaltung“ und die „GutBio 6 frische Bio-Eier“, die den gesetzlichen Grenzwert für Dioxine deutlich überschritten.

Auch die „Landvogt 10 frische Eier aus Bodenhaltung“ von Aldi-Süd fielen im Test mit einem „mangelhaft“ durch. Die Eier aus Bodenhaltung von Lidl enttäuschten ebenfalls im Test. Insgesamt erhielten sechs Eier von den Testern ein „befriedigend“ und fünf ein „ausreichend“.

Kritik: Industrielle Tötung der männlichen Küken und zu wenig Platz

Die Hauptkritik der Tester sei das industrielle Töten der männlichen Küken in den Betrieben und auch die beengten Verhältnisse für Legehennen, so Ökotest. Denn für Bio-Eier müssen Erzeuger die Platzvorgabe von sechs Tieren pro Quadratmeter erfüllen, die von keinem der konventionellen Produkte eingehalten werden. Auch im Fall der Bio-Eier von EZ Fürstenhof, Rewe, Edeka und Real haben die Tiere zu wenig Platz.

In den Legebetrieben der Produkte von Aldi Süd und in den konventionellen Legebetrieben von Rewe und Lidl fehlen außerdem Sandbäder für die Gefiederpflege, so die Experten von Ökotest. Drei Eier-Sorten aus Bodenhaltung wurden abgewertet wegen der fehlenden Auslaufmöglichkeiten der Hühner.

Lesen Sie auch: „Zweinutzungshuhn“ als Alternative zum Küken-Schreddern

Bio-Eier: Mit „sehr gut“ und „gut“ zu empfehlen

Insgesamt erhielten die „Alnatura 6 Bio Eier“, „die Alnatura Origin 4 Bio-Eier“ und die „Huhn & Hahn 6 frische Eier mit Hahnenaufzucht“ von Bioland die Note „sehr gut“. Mit Abstrichen erhielten die „Haehnlein 6 deutsche Bio-Eier“ ein „gut“.

Eierkauf: Tipp der Ökotest-Experten

• Eier kaufen, für die Anbieter die Aufzucht der männlichen Küken garantieren. Weitere Informationen finden Sie auf der Händlerliste der Bruderhahn Initiative. • Frischecheck: Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) minus 28 Tage ist das Legedatum. Rohe Eier, die in einem Glas Wasser auf den Boden sinken, sind noch frisch. • Auf der Internetseite „Was steht auf dem Ei“ wird mithilfe des Erzeugercodes der Legebetrieb angezeigt.

Von RND

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