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Wissen Ob con oder sin Carne: Diese Chilis heizen richtig ein
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16:19 14.10.2021
Ob mit oder ohne Fleisch: Chili schmeckt besonders gut, wenn es draußen kalt ist.
Ob mit oder ohne Fleisch: Chili schmeckt besonders gut, wenn es draußen kalt ist. Quelle: Heidi Becker
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Wenn die Tage kürzer werden, regnerische Wolken die Sonne verdecken und der Wind sich heulend bemerkbar macht, ist der Herbst eingeläutet. Und sofort verzehrt sich unser Körper nach heißen Eintöpfen und deftigen Suppen. Wer es so richtig heiß mag, kocht ein pikantes Chili.

Das klassische Chili con Carne gibt es eigentlich nicht – denn bis heute ist nicht klar, woher das Chili eigentlich stammt. Irrtümlich wird das pikante Gericht häufig der mexikanischen Küche zugeordnet, es ist aber davon auszugehen, dass es erstmals im Süden der USA zubereitet wurde. Das erste Chili dürfte schon mehr als 100 Jahre alt sein – damals wurde noch gestückeltes Rindfleisch statt des heute üblichen Hackfleischs verwendet.

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Chilischoten wirken antientzündlich

Woher das Chili auch stammt: Die feurige Speise nachzukochen, ist gar nicht so aufwendig – und vor allem lässt sich die Schärfe ganz nach Geschmack variieren. Übrigens: Laut Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) legen Studien sogar nahe, dass der Verzehr von Chilischoten gesund ist. Der in Chilischoten enthaltene Wirkstoff Capsaicin soll nämlich gut für das Herzkreislaufsystem sein und antientzündlich wirken.

Hier zwei Rezeptideen für köstliches Chili – einmal mit Fleisch (con Carne) und einmal ohne (sin Carne).

Feurig mit Fleisch: Chili con Carne

Für etwa zwei große Portionen Chili con Carne benötigt man

  • 350 Gramm Rinderhackfleisch
  • 200 Gramm Kidneybohnen
  • 200 Gramm Mais
  • 200 Gramm passierte Tomaten
  • 200 Gramm stückige Tomaten
  • eine rote Paprika
  • 300 Milliliter Rinderbrühe
  • eine Zwiebel
  • zwei frische Knoblauchzehen
  • einen Esslöffel Tomatenmark
  • zwei kleine Chilischoten
  • eine Zimtstange
  • einen halben Teelöffel Kreuzkümmel
  • einen Esslöffel Paprikapulver edelsüß
  • eine Prise Cayennepfeffer
  • eine Prise Chiliflocken
  • Salz, Pfeffer
  • Öl zum Anbraten

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Und so geht es:

1. Als Erstes werden der Knoblauch und die Zwiebel geschält und fein gehackt. Die Paprika sollte gewaschen, entkernt und gewürfelt, die Chilischoten sehr klein gehackt werden. Wer es etwas weniger scharf mag, entfernt die Kerne der Schoten.

2. Nun wird das Rinderhackfleisch scharf angebraten, sodass es Röstaromen entwickelt. Das Fleisch sollte so lange gebraten werden, bis es krümelig wird (siehe Foto) – dann wird es mit etwas Brühe abgelöscht. Das Rinderhackfleisch so lange weiterbraten, bis die zugegebene Brühe verdampft ist.

Das Rinderhackfleisch sollte scharf angebraten werden, damit sich Röstaromen freisetzen. Quelle: Heidi Becker

3. Jetzt werden die klein gehackten Knoblauchzehen, die Zwiebel, das Tomatenmark und das Paprikapulver hinzugegeben und kurz mit angedünstet.

4. Als Nächstes werden die Paprikawürfel, die passierten und die stückigen Tomaten, die restliche Rinderbrühe und die noch fehlenden Gewürze (inklusive der klein gehackten Chilischoten und der Zimtstange) zum Hackfleisch gegeben. Alles darf nun für etwa 45 Minuten auf kleiner Stufe vor sich hinköcheln. Ab und zu umrühren.

Wenn das Chili con Carne etwas zu scharf geworden ist, lässt sich die Schärfe mit einem Klecks Joghurt neutralisieren. Quelle: Heidi Becker

5. Zum Schluss werden Mais und Kidneybohnen zur Masse gegeben und das Chili mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Die Zimtstange entfernen, wenn das Chili fertig ist, da diese weiter Süße abgibt. Guten Appetit.

Tipp: Wenn das Chili doch einmal zu scharf geraten ist, einen Klecks Joghurt mit auf den Teller geben – der Joghurt neutralisiert die Schärfe.

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Vielseitig und vegan: Chili sin Carne

Auch Menschen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, müssen bei kaltem Wetter nicht auf ein warmes Chili verzichten. Denn das pikante Gericht kommt auch gut ohne Fleisch aus. Dazu kann das Hackfleisch etwa mit einem Fleischersatzprodukt ausgetauscht werden. Es bietet sich an, das Fleisch durch Linsen zu ersetzen, denn der Proteingehalt von Linsen übersteigt sogar den von Fleisch. Linsen haben laut Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) einen Rohproteingehalt von 28 Prozent – Fleisch enthält etwa 26 Prozent Rohprotein. Außerdem enthalten Linsen Kohlenhydrate und 12 Prozent Ballaststoffe. Wer sich ausgewogen ernähren möchte, macht mit Linsen also nichts falsch.

Für etwa vier Portionen Chili sin Carne (ohne Fleisch) benötigt man

  • 200 Gramm rote Linsen (Tipp: darauf achten, dass sie eine Kochzeit von zehn Minuten haben)
  • 200 Gramm Mais
  • 200 Gramm Kidneybohnen
  • 350 Milliliter Gemüsebrühe
  • 500 Gramm passierte Tomaten
  • eine rote Paprika
  • zwei kleine Chilischoten
  • drei Esslöffel Tomatenmark
  • eine Zwiebel
  • zwei Knoblauchzehen
  • einen halben Bund Petersilie
  • einen Teelöffel Salz
  • einen Teelöffel Kreuzkümmel
  • einen Teelöffel Zimt
  • zwei Teelöffel geräuchertes Paprikapulver
  • zwei Prisen Pfeffer
  • Olivenöl

Und so geht es:

1. Als Erstes werden die roten Linsen in einem Sieb so lange gespült, bis das Wasser klar ist. Nur Geduld: Das kann einige Minuten dauern. Mais und Kidneybohnen in einem Sieb abtropfen lassen.

2. Nun wird die Knoblauchzehe und die Zwiebel geschält und sehr fein gehackt. Die Chilischoten werden entkernt (wer es pikanter mag, verwendet die Kerne mit) und ebenfalls sehr fein gehackt. Die Paprika wird gewaschen, entkernt und gewürfelt und die Petersilie wird grob gehackt (siehe Foto).

Für das Chili sin Carne sollte die Petersilie nur grob gehackt werden.

3. Als Nächstes wird die Gewürzpaste hergestellt. Dazu Tomatenmark, Paprikapulver, Kreuzkümmel, Zimt, Salz und Pfeffer sorgfältig miteinander vermischen.

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4. Nun wird das Olivenöl in einem großen Topf erhitzt und die klein gehackte Zwiebel, der Knoblauch und die Chilischoten gedünstet, bis die Zwiebel glasig ist. Im Anschluss werden die roten Linsen in den Topf gegeben und für etwa zwei Minuten mit angebraten.

Das Chili sin Carne schmeckt besonders gut zu Nudeln und Reis. Quelle: Heidi Becker

5. Jetzt ist es an der Zeit, die Paprika, den Mais und die Kidneybohnen mit in den Topf zu geben. Die Gewürzpaste wird ebenfalls untergemischt und fünf bis zehn Minuten angebraten.

6. Als Nächstes werden die passierten Tomaten und die Gemüsebrühe in den Topf gegeben und alles darf für etwa zehn Minuten köcheln. Petersilie über das Chili streuen und genießen!

Tipp: Das Chili sin Carne schmeckt auch super zu Nudeln oder Reis.

Von Heidi Becker/RND

Der Artikel "Ob con oder sin Carne: Diese Chilis heizen richtig ein" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.