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Wissen Nasa-Zwillingssonden „Grail“ zerschellen auf dem Mond
Mehr Welt Wissen Nasa-Zwillingssonden „Grail“ zerschellen auf dem Mond
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12:31 18.12.2012
Eine künstlerische Darstellung der GRAIL-Mission:  Die Zwillingssonden sind am Montag planmäßig auf dem Mond zerschellt. Quelle: dpa
Washington

Die waschmaschinengroßen Sonden seien am späten Montagabend gegen 23.29 Uhr MEZ im Abstand von nur wenigen Sekunden auf einem kleinen Berg des Monds nahe dem Goldschmidt-Krater aufgetroffen, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. „Ebb“ und „Flow“ hatten dabei eine Geschwindigkeit von etwa 1,7 Kilometern pro Sekunde, hieß es weiter. „Wir werden unsere Mond-Zwillinge vermissen“, sagte Nasa-Manager David Lehman.

Die Zwillingssonden seien beim Aufprall wahrscheinlich zerbrochen, sagte Lehman weiter. Die Einzelteile seien nun wahrscheinlich in flachen Kratern begraben - wo genau, könne vermutlich die Sonde „Orbiter“ feststellen, wenn sie die Stelle das nächste Mal passiere.

Für ein letztes Experiment waren die beiden Flugkörper vor dem Auftreffen auf der Mondoberfläche nochmals auf Vollgas geschaltet worden, um den restlichen Treibstoff in ihren Tanks zu verbrennen. „Ebb“ habe noch Treibstoff für knapp vier Minuten und „Flow“ für knapp fünf Minuten übrig gehabt, sagte Lehman.

„Das waren die letzten wichtigen Daten einer Mission, die voller großartiger Wissenschafts- und Ingenieurs-Daten war.“ Die Informationen sollen Forschern helfen, den Treibstoffeinsatz bei künftigen Missionen effizienter zu planen.

„Ebb“ und „Flow“ hatten den Erdtrabanten seit Jahresbeginn umrundet und Daten über dessen innere Struktur und Zusammensetzung gesammelt. Sie hätten einen „Schleier gelüftet, der vor dem Mond hing“, sagte die leitende Forscherin der Mission, Maria Zuber. Unter anderem haben die beiden Satelliten unterirdische Kanäle entdeckt, die mit erstarrtem Magma gefüllt sind.

Dank ihnen wissen Forscher nun auch, dass die Mondkruste etwa so dick ist wie die kontinentale Erdkruste. Zudem haben die Zwillingssonden der „Grail“-Mission eine hochauflösende Karte des Schwerefelds des Monds erstellt.

dpa

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