Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Wissen Nasa-Zwillingssonden „Grail“ sollen auf dem Mond zerschellen
Mehr Welt Wissen Nasa-Zwillingssonden „Grail“ sollen auf dem Mond zerschellen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:23 14.12.2012
Die Nasa-Zwillingssonden „Grail“ sollen auf dem Mond zerschellen. Quelle: dpa
Washington

Nach fast ein Jahr langer Erkundung des Mondes werden die Zwillingssonden „Grail“ an diesem Montag auf dem Erdtrabanten zerschellen. Die waschmaschinengroßen Satelliten „Ebb“ und „Flow“ hätten nur noch sehr wenig Treibstoff übrig, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Donnerstag (Ortszeit) mit. Zum Ende der Mission sollen sie deshalb wie von Anfang an geplant im Abstand von nur wenigen Sekunden und mit einer Geschwindigkeit von rund 1,7 Kilometern pro Sekunde auf dem Mond auftreffen.

„Es wird sehr schwer werden, sich zu verabschieden“, sagte die leitende Forscherin der Mission, Maria Zuber. Die Wissenschaft sei enorm vorangekommen mit Hilfe der kleinen Roboter-Zwillinge. Sie sollen auf einem kleinen Berg des Mondes nahe dem Goldschmidt-Krater zerschellen - zuerst „Ebb“ und 20 Sekunden später „Flow“.

Für ein letztes Experiment sollen die beiden Satelliten nochmals auf Vollgas schalten, um allen restlichen Treibstoff in ihren Tanks zu verbrennen. So können die Wissenschaftler, die zurzeit nicht genau wissen, wie viel die Sonden noch im Tank haben, Informationen über effizienteren Treibstoffeinsatz bei künftigen Missionen sammeln.

„Ebb“ und „Flow“ umkreisen seit Anfang des Jahres den Erdtrabanten und sammeln Daten über dessen innere Struktur und Zusammensetzung. Unter anderem haben sie unterirdische Kanäle entdeckt, die mit erstarrtem Magma gefüllt sind. Dank ihnen wissen Forscher nun auch, dass die Mondkruste etwa so dick ist wie die kontinentale Erdkruste. Zudem haben die Zwillingssonden der „Grail“-Mission eine hochauflösende Karte des Schwerefeldes des Mondes erstellt.

dpa

Sprechenlernen war für gehörlose Kinder früher kaum möglich. Die Innenohrprothese – ein kleines technisches Wunder – ermöglicht vielen heute ein Aufwachsen fast ohne Beeinträchtigung. Die Medizinische Hochschule Hannover gehört zu den weltweit größten Implantat-Zentren.

14.12.2012

Tiefer Blick in die Vergangenheit: Das „Hubble“-Weltraumteleskop hat einige der fernsten Galaxien abgelichtet. Sie zeigen die Entwicklungsgeschichte des ganz jungen Universums.

13.12.2012

Einer der größten Betrugsfälle in der Wissenschaft ist bis heute nicht ganz geklärt. Vor 100 Jahren tauchte der Piltdown-Mensch auf – eine Fossilien-Fälschung, die Jahrzehnte die Forschung beeinflusste.

13.12.2012