Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Wissen Muskelkater: Das hilft wirklich
Mehr Welt Wissen Muskelkater: Das hilft wirklich
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:00 08.04.2019
Muskelkater entsteht bei hohen Belastungen und ungewohnten Bewegungen. Quelle: SENTELLO - stock.adobe.com
Stade

Wer nicht schon Anfang des Jahres seine Fitness-Vorsätze in Angriff genommen hat, kommt meist im Frühling auf den Geschmack wieder Sport zu treiben. Bei wärmeren Temperaturen kann das Training auch wieder nach draußen verlegt werden. Ob nun aber Training im Fitnessstudio oder im Park – eines bleibt meist gleich: Nach einer schweißtreibenden Sporteinheit rächt sich der Körper gerne mit schmerzhaftem Muskelkater – gerade nach einer längeren Trainingspause. Mit einigen cleveren Tipps kann man den Muskelkater jedoch lindern oder sogar vorbeugen.

Was ist Muskelkater und wie entsteht er?

Nach starken oder ungewohnten Belastungen entstehen winzige Risse in den Muskelfasern. „Meist treten diese kleinen Verletzungen bei Muskeln auf, die man vorher sonst nicht beansprucht hat“, sagt Sportmediziner Dr. Stephan Brune in Stade. In diese Risse tritt langsam Wasser ein, wodurch sich kleine Ödeme (Flüssigkeitsansammlungen) bilden. Dabei kommt es zu Gewebeschwellungen im Muskel. Als Muskelkater bezeichnet man den Schmerz, den man dadurch spürt. Meist tritt der Schmerz etwa 24 bis 72 Stunden nach der Belastung auf. „Muskelkater tritt besonders bei Abbremsbewegungen auf: Also eher beim Berab- statt beim Bergauflaufen“, weiß Brune.

Lesen Sie auch:
Stoffwechsel anregen und abnehmen – so geht’s

Ist Muskelkater ungesund für den Körper?

„Muskelkater ist nicht schädlich“, betont Brune. Die kleinen Verletzungen in den Muskelfasern regenerieren sich wieder ohne Folgeschäden. Muskelkater ist ganz im Gegenteil ein Zeichen dafür, dass das Training effektiv war. Bevor man mit Muskelkater weiter trainieren will, sollte man allerdings beachten: „Sport ist bei Muskelkater zwar möglich, jedoch kann sich die Regenerierung der beanspruchten Muskeln dann verzögern“, sagt der Experte. Außerdem sei man nicht so leistungsfähig. Daher gilt: Um wieder mit ganzer Kraft durchstarten zu können, sollte man den Muskelkater besser abwarten.

Auch interessant
So werden Sie die Kilos wieder los

Kann man Muskelkater vorbeugen?

„Muskelkater kann man in vielen Fällen vorbeugen, indem man regelmäßig ein möglichst ausgeglichenes Training durchführt“, sagt Brune. Das heißt: Am besten alle Muskelgruppen kontinuierlich an verschiedene Bewegungen und Belastungen gewöhnen. Denn gut trainierte Sportler haben seltener Muskelkater. Bei der Sporteinheit lohnt es sich zudem, öfter ungewohnte Bewegungen auszuführen, damit sich die Muskeln an verschiedene Arten der Belastung gewöhnen. Ein Wundermittel gegen Muskelkater gebe es jedoch nicht: „Selbst Leistungssportler können Muskelkater bekommen“, so der Sportmediziner.

Was kann man gegen Muskelkater tun?

Viele Sportler schwören bei der Behandlung von Muskelkater auf Wärme. „Wärmesalben oder Saunagänge fördern die Durchblutung und können so einerseits die Schmerzen lindern und andererseits bei der Regeneration der Muskeln helfen “, sagt Brune. Zudem seien vorsichtige Dehnübungen effektiv gegen die Beschwerden. Auch leichte Bewegungen wie langsames Joggen oder Spazierengehen können Schmerzen in den Muskeln reduzieren. Die Intensität sollte aber gering sein, damit die Muskeln sich trotzdem regenerieren können.

Ein weit verbreiteter Mythos ist, dass Magnesiumpräparate bei Muskelkater helfen kann. „Dazu gibt es aber keine wissenschaftlichen Belege“, betont Brune. Grundsätzlich sei Magnesium aber ein bis zwei mal wöchentlich als Nahrungsergänzungsmittel zur Erhaltung der Muskelfunktion zu empfehlen.

Von RND/bk

Joggen im Wald, Tischtennis in der Halle oder Training im Studio: Ältere Freizeitsportler haben heute viele Möglichkeiten – auch wenn sie wenig oder gar keine Erfahrung haben. Blutige Anfänger sollten aber vor dem Start einmal zum Arzt.

08.04.2019

Der Mensch reist nie allein – auch nicht ins All. Mit dabei ist stets eine Fülle von Mikroben. Viele von ihnen lassen sich auf der Raumstation ISS finden, nicht alle sind harmlos. Rost und Schimmel sind mögliche Folgen. Und auch den Astronauten könnte Gefahr drohen.

08.04.2019

Das Eis der Gletscher schmilzt in Rekordtempo und befördert zuweilen Erstaunliches ans Tageslicht. Am höchsten Berg in Alaska hat der Klimawandel jetzt die Hinterlassenschaften von Bergsteigern freigelegt – 66 Tonnen Fäkalien könnten in die Flüsse gespült werden. Und mit ihnen gefährliche Bakterien.

07.04.2019