Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Wissen Mini-Mond „Hippokamp“ besteht wohl aus Trümmern von Kometeneinschlag
Mehr Welt Wissen Mini-Mond „Hippokamp“ besteht wohl aus Trümmern von Kometeneinschlag
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:00 20.02.2019
Das NASA-Handout zeigt eine zusammengesetzte Aufnahme des Hubble-Weltraumteleskops vom Neptun und seiner Monde. Darunter ist auch der inzwischen als „Hippokamp“ bezeichnete kleinste Neptunmond S/2004 N 1 (o.r.). Quelle: Nasa/dpa
Mountain View

Der bislang kleinste bekannte Mond des Planeten Neptun besteht möglicherweise aus den Trümmern eines großen Kometeneinschlags. Das berichten die Entdecker des Mini-Monds im britischen Fachjournal „Nature“. Das Team um Mark Showalter vom kalifornischen Seti-Institut hatte den Trabanten bereits 2013 mit dem „Hubble“-Weltraumteleskop entdeckt und stellt ihn nun im britischen Fachblatt „Nature“ vor. Der 14. Neptunmond hat demnach einen mittleren Durchmesser von nur 34 Kilometern. Er wurde nach einem Pferd-Fisch-Fabelwesen aus der griechischen Mythologie „Hippokamp“ genannt.

Der Winzling zieht nur rund 12.000 Kilometer innerhalb des zweitgrößten Neptunmonds Proteus seine Bahn. Auf Proteus gibt es einen ungewöhnlich großen Einschlagkrater namens Pharos, aus dem große Mengen Gestein ins All geschleudert worden sein müssen. Angesichts der Nähe der beiden Monde vermuten die Forscher, dass Hippokamp sich aus diesen Einschlagtrümmern gebildet haben könnte. Das Volumen des kleinen Mondes entspricht demnach rund zwei Prozent der fehlenden Materie aus dem Krater.

Spezielle Analysetechnik sichtet Hippokamp

Die US-Raumsonde „Voyager 2“ hatte 1989 bei ihrem Neptunbesuch sechs innere Monde des Gasplaneten entdeckt, den kleinen Hippokamp als siebten inneren Mond aber offensichtlich übersehen. Erst dank einer speziellen Analysetechnik hatte das Team um Showalter 2013 den Mini-Mond auf „Hubble“-Aufnahmen gesichtet, die bis ins Jahr 2004 zurückreichten. Beobachtungen aus dem Jahr 2016 bestätigten die Entdeckung des Trabanten, der zunächst nur mit der Katalognummer S/2004 N 1 bezeichnet worden war. Weiter außen umkreisen weitere sieben Monde den äußersten Planeten unseres Sonnensystems.

Lesen Sie auch: Raumsonde „Voyager 2“ erreicht den interstellaren Raum

Von RND/dpa

Ein Salzsee in einem australischen Park bietet derzeit ein kurioses Schauspiel: Das Wasser verfärbt sich zunehmend in pink. Der Grund dafür ist eine ungewöhnliche Kombination der Elemente.

20.02.2019

In der Wüste mal eben kurz die Mails checken, im Dschungel die neusten Nachrichten lesen? Das soll künftig möglich sein: Am 26. Februar schickt Airbus den ersten One-Web-Satelliten ins All. Hunderte weitere sollen folgen.

20.02.2019

Asiatische, europäische und persische Einflüsse treffen in der georgischen Küche aufeinander. Die Köchin und Restaurantbesitzerin Tiko Tuskadze stellt drei ihrer Lieblingsrezepte vor.

25.02.2019