Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Wissen Krokodilmäuler sind sensibler als unsere Fingerspitzen
Mehr Welt Wissen Krokodilmäuler sind sensibler als unsere Fingerspitzen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:59 08.11.2012
Das Maul von Krokodilen ist nicht nur eine Batterie Furcht erregender Zähne, es ist auch ein sensibles Tastorgan, noch empfindlicher als unsere Fingerspitzen. Quelle: dpa
Cambridge

Das Maul von Krokodilen hat nicht nur furchterregende Zähne sondern auch äußerst sensible Sinneszellen. Es sei somit noch empfindlicher als unsere Fingerspitzen, berichten amerikanische Biologen im britischen „Journal of Experimental Biology“. Grundlage für dieses Feingefühl seien hunderte winziger Tasthügel.

Köpfe und Mäuler von Krokodilen und Alligatoren sind von tausenden winziger, kuppelförmiger Erhebungen bedeckt, deren Funktion bisher allerdings unklar war. Kenneth Catania und Duncan Leitch von der Vanderbilt Universität in Nashville (USA) untersuchten diese Erhebungen mit einem Rasterelektronenmikroskop und entdeckten, dass sie beweglich in einem ringförmigen weichen Graben eingebettet sind. Weitere Analysen zeigten Strukturen wie sie für Tastorgane typisch sind. Zudem befinden sich in den Hügeln zahlreiche Nervenenden.

Um zu prüfen, ob die kleinen Hügel wirklich Tastorgane sind oder, wie bisher vermutet, die Bewegung oder den Salzgehalt des Wassers melden, experimentierten die Forscher mit lebenden Nilkrokodilen. Dabei stellte sich heraus, dass bereits die Berührung einer der Erhebungen mit einem kleinen Haar eine Reaktion auslöste. „Sobald die Tiere etwas fühlen, schnappen sie zu, und das innerhalb einer Zehntelsekunde“, schreibt Catania.

Die Forscher nehmen an, dass die Tiere ihren ausgereiften Tastsinn nutzen, um schnell zwischen im Wasser treibenden Pflanzenresten und Essbarem unterscheiden zu können. Und auch für andere Dinge benötigen diese Reptilien manchmal eine sehr sensible Schnauze: Krokodilmütter helfen oft ihren winzigen Kindern beim Schlüpfen, indem sie diese sanft aus dem Ei pellen.

dpa

Die Zerstörung des australischen Great Barrier Reef rückte gegen Ende des 20. Jahrhunderts ins Blickfeld der Öffentlichkeit. Tatsächlich begann sie aber schon Jahrzehnte früher, berichten nun Forscher.

07.11.2012

Bewegung macht den Unterschied: Eine Studie mit Hunderttausenden Teilnehmern zeigt, dass selbst leichte körperliche Betätigung im Schnitt das Leben verlängert – egal ob man dünn ist, oder dick.

07.11.2012

Ist der gordische Knoten nun durchschlagen? In Berlin soll die Kooperation von Charité und Max-Delbrück-Centrum ein Beispiel dafür geben, wie der Bund künftig Spitzenforschung fördern kann.

06.11.2012