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10:54 14.11.2012
Eine Probe mit einem Stück Milz von einem Schaf, die hier auf den Schmallenberg-Virus untersucht werden soll. Quelle: dpa
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Meschede

Ein Jahr nach der Entdeckung des Schmallenberg-Erregers sind Tierärzte und Landwirte im Sauerland, wo es gefunden wurde, gelassen. Aus einer Blutprobe von einem Tier bei Schmallenberg war im vergangenen November das Virus isoliert worden. „Das war eine Mutterkuh, die kaum noch Milch gab und hohes Fieber hatte“, erinnert sich der Mescheder Kreisveterinär Thomas Delker. Der auf den Hof gerufene Tierarzt habe sich keinen Reim auf die Symptome machen können und ließ das Blut untersuchen. „Die Kuh hat die Erkrankung gut überstanden“, sagt Delker.

Viehhalter und Tierärzte hatten zuvor immer von der „Holland-Seuche“ gesprochen. Denn dort waren die Symptome in Schaf- und Rinderherden bereits zuvor aufgetreten. „Die Niederländer sind wahrscheinlich froh, dass sie den Namen losgeworden sind“, sagt Delker. Denn nach der Entdeckung des Krankheitserregers wurde in Anlehnung an die Herkunft der Blutprobe Schmallenberg-Virus genannt.

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„Das hat in der Region auch wegen des Namens für viel Aufregung gesorgt“, sagt Delker. Er habe befürchtet, dass nach dem Abklingen der Blauzungen-Krankheit die nächste Seuche ins Haus stehe. «Aber wir haben von Januar bis Juni 2012 nur 75 Verdachtsfälle gehabt, von denen sich 52 bestätigt haben.» Weil seit dem Sommer keine missgebildeten Kälber oder Lämmer geboren wurden, ist Delker zuversichtlich: „Wir haben die Hoffnung, dass die Bestände größtenteils durchseucht und damit immun sind.“

dpa

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