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Wissen Jede siebte Vogelart ist weltweit gefährdet
Mehr Welt Wissen Jede siebte Vogelart ist weltweit gefährdet
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18:26 07.06.2012
Foto: In Deutschland schrumpft der Lebensraum für den Großen Brachvogel.
In Deutschland schrumpft der Lebensraum für den Großen Brachvogel. Quelle: dpa
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Berlin

Die Rote Liste der Organisation wurde am Donnerstag vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu) in Berlin vorgestellt. „Seit Jahren verschlechtert sich die Situation der weltweiten Vogelbestände“, warnte Nabu-Präsident Olaf Tschimpke.

Dem alle vier Jahre veröffentlichten Bericht zufolge, ist allein im Amazonasgebiet das Risiko für fast 100 Vogelarten erheblich gestiegen, schon bald auszusterben. Auch in den Wäldern Madagaskars oder Südostasiens leben überdurchschnittlich viele bedrohte Vögel. „Die Rodung der Wälder für Sojaanbau oder Rinderzucht raubt den Vögeln ihren Lebensraum“, so Tschimpke. Der Nabu appelliert daher an Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff das neue brasilianische Waldgesetz nicht aufzuweichen.

Auf der Ostsee nimmt unterdessen die Zahl der überwinternden Eisenten drastisch ab – inzwischen überwintern eine Million Eisenten weniger als vor 20 Jahren. Auch eine weitere Meeresente, die Samtente, gilt nun als gefährdet. Als Gründe nennt der Nabu unzureichenden Meeresschutz in den Rastgebieten, Stellnetzfischerei und mögliche Klimaveränderungen in den Brutgebieten.

In Deutschland stehen die Wiesenvogelarten am schlechtesten da. Wo Grünland zu intensiv genutztem Acker werde, schrumpfe der Lebensraum für Kiebitz, Bekassine und Großer Brachvogel. Mehr naturgerechte Landwirtschaft und gezielte Artenschutzmaßnahmen, fordert der Nabu deshalb. Dank letzterer hat sich der Bestand des Seeadlers in Deutschland so stark erholt, dass er nicht mehr auf der Roten Liste steht.