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Wissen In New York soll ein Untergrund-Park zur ganzjährig grünen Stadtoase werden
Mehr Welt Wissen In New York soll ein Untergrund-Park zur ganzjährig grünen Stadtoase werden
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22:29 15.06.2019
Besucher betrachten im „Lowline Lab“ ein Beet mit Pflanzen. Im „Lowline Lab“ wird erprobt, welche Pflanzen in einem unterirdischen Park wachsen könnten.  Quelle: dpa
New York

In New York sprießen neue Wolkenkratzer in die Höhe. Einige nutzen Schlupflöcher, um kaufkräftigen Kunden einen fantastischen Ausblick bieten zu können. Die Leidtragenden sind oftmals die Normalverdiener der Stadt, die sich die teuren Appartements nicht leisten können und sich stattdessen vergebens nach mehr Grünflächen und öffentlichen Rückzugsorten sehnen.

Abhilfe will Dan Barasch zusammen mit seinem Partner James Ramsey schaffen. Mit der sogenannten Lowline in einer verlassenen Straßenbahnhaltestelle arbeiten sie am ersten unterirdischen Park, wie das „Handelsblatt“ berichtet. Die über 100 Jahre alte Haltestelle ermöglichte vor 70 Jahren noch das Pendeln zwischen den Stadtteilen Manhattan und Brooklyn. Seit 1948 ist das Terminal leerstehend – doch das soll sich nun ändern.

Lowline als innovatives Beispiel

Auf einer fußballfeldgroßen Fläche sollen in wenigen Jahren Besucher Entspannung finden. Der Eröffnungstermin ist für das Jahr 2021 geplant. „Als New Yorker in der vierten Generation war ich fasziniert von der Idee, einen neuen Park in einem Viertel zu schaffen, das dringend Grünflächen benötigt“, zitiert das „Handelsblatt“ Barasch.

Neben einer neuen öffentlichen Zufluchtsstätte soll die Lowline als innovatives Beispiel dafür dienen, wie Technologie die Städte im 21. Jahrhundert verändert. 2021 soll sie offiziell eröffnet werden.

Spezielle Solar-Technologie, um Sonnenlicht einzufangen

Das Untergrund-Areal sei dabei alles andere als ein „normaler“ Park. Auch bei kaltem oder regnerischen Wetter soll er Zuflucht vom hektischen Großstadtalltag bieten. Und bei Hitze hätte der unterirdische Park zudem den Vorteil, kühler zu sein.

Um das Tageslicht unter die Erde zu bringen, wurde eine spezielle Solar-Technologie verwendet, an der Ingenieure mitgewirkt haben. Sie ermöglicht, das natürliche Sonnenlicht einzufangen und anschließend unterirdisch wieder zu verteilen. So bekämen die Pflanzen die für die Fotosynthese erforderliche Energie, zitiert das Handelsblatt weiter Barasch, der die Vision eines ganzjährig blühenden botanischen Gartens hat. Auch an anderen Plätzen hält er eine Verwirklichung des Projekts für denkbar.

Die Lowline soll nach seinen Angaben insgesamt etwa 84 Millionen Dollar kosten, die aus Spenden und öffentlichen Geldern stammen. Die Genehmigung der Stadt New York für das Bauvorhaben erfolgte im Sommer 2016. Fünf Jahre später soll der Park dann offiziell eröffnet werden. Doch Beispiele für bereits bewährte innovative Grünflächen in der Stadt gibt es schon jetzt.

Hochbahntrasse aus den 30er Jahren gilt als Besuchermagnet

Rund 2,5 Kilometer einer ehemaligen Hochbahntrasse in Manhattan sind schon zum Park umfunktioniert, jetzt kommt auch das letzte Stück der noch verbliebenen Originalstruktur dazu. „The Spur“, ein kleiner Seitenabstecher der Trasse ungefähr auf Höhe des Empire State Buildings in Manhattan, ist ab Mittwoch ebenfalls für Besucher zugänglich - mit Blumen, Bäumen, Bänken und bis September mit einer großen Skulptur der Künstlerin Simone Leigh.

Die Hochbahntrasse war in den 30er Jahren gebaut worden, damit Güterzüge ihre Ware direkt in die oberen Stockwerke der dort ansässigen Fabriken und Lagerhäuser liefern konnten. Rund ein halbes Jahrhundert später wurde sie nicht mehr genutzt und lag brach. Eine Gruppe von Menschen kämpfte dann erfolgreich gegen ihren Abriss und für die Umwandlung in einen Park. 2009 eröffnete der südliche Teil, 2014 kam der nördliche hinzu. Inzwischen gilt die High Line mit mehr als sieben Millionen Menschen pro Jahr als Besuchermagnet und weltweit nachgeahmtes Erfolgsprojekt.

New Yorker Friedhofsinsel als öffentlicher Park

Demnächst könnte auch eine New Yorker Friedhofsinsel ein öffentlicher Park werden. Rund eine Million Tote sind in den vergangenen 150 Jahren auf Hart Island vor der Küste New Yorks begraben worden. Die Stadtverwaltung der Metropole habe ein Gesetz vorbereitet, das der Parkverwaltung die Kontrolle über die Insel übergeben würde, berichteten Lokalmedien Anfang des Monats.

Dieses Gesetz müsste allerdings erst noch eine Mehrheit im Stadtrat bekommen und dann von Bürgermeister Bill de Blasio unterschrieben werden. Es sei Zeit, „einen neuen Weg für die Insel zu finden“, sagte de Blasio.

Hart Island ist etwa 400 000 Quadratmeter groß und liegt vor dem Stadtteil Bronx. Seit rund 150 Jahren wird die Insel genutzt, um dort Tote zu beerdigen, die keine Familien mehr haben, oder deren Familien kein Geld für eine Bestattung haben, beispielsweise viele Obdachlose.

Rund 1100 Leichen werden dort jedes Jahr begraben, Platz wäre dafür allerdings nur noch rund zehn weitere Jahre. Wie die Insel, auf der auch ein paar verfallende Gebäude stehen, dann genau zu einem Park umformiert und öffentlich genutzt werden könnte, ist noch nicht klar.

Von RND/ak/dpa

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