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Wissen Great Barrier Reef viel früher zerstört als gedacht
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12:39 07.11.2012
Die Zerstörung des Great Barrier Reef begann bereits im 19. Jahrhundert. Quelle: dpa
London

Die Zerstörung küstennaher Anteile des Great Barrier Reef in Australien begann bereits mit den europäischen Siedlern im 19. Jahrhundert. Das berichten Forscher um George Roff von der australischen Universität von Queensland. Infolge der Landwirtschaft gelangten über die Zuflüsse mehr Sedimente und Nährstoffe ins Meer, schreiben sie in den „Proceedings B“ der britischen Royal Society. Dies schädigte die Korallen und machte sie anfälliger für Stürme und andere schädliche Umwelteinflüsse, heißt es weiter. Die Siedler hatten sich um 1870 an der Küste des australischen Queensland niedergelassen.

Roff und seine Kollegen begutachteten an einigen Stellen die küstennahen Riffe um Pelorus Island und entnahmen dort Proben. Die Insel befindet sich im Zentrum des Great Barriere Reef und in der Nähe des australischen Festlands. Die Forscher bestimmten die Artenzusammensetzung sowie das Alter der abgestorbenen und der noch lebenden Korallen. Das „Korallenarchiv“ reichte bis ins 3. Jahrhundert zurück.

Die Auswertung zeigte, das die Riffe bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts vor allem von Steinkorallen der Gattung Acropora aufgebaut wurden. An den abgestorbenen Korallen zeigte sich, dass sie früher dick und stark verzweigt waren. Die jüngeren und noch lebenden Exemplare waren dünner und weniger verzweigt, so wie es für die frühen Entwicklungsstadien nach einer Störung am Riff typisch ist. Insgesamt waren die Arcopora-Korallen jedoch seltener geworden und andere Arten wuchsen am Riff, schreiben die Forscher.

Die Analyse zeigte weiter, dass ein Großteil der Acropora-Korallen zwischen 1920 und 1955 abgestorben war. Im gleichen Zeitraum habe es eine Reihe von Temperaturanomalien und einige starke Tropenstürme gegeben. Die Forscher glauben, dass der vermehrte Eintrag von Nährstoffen, Sedimenten und auch von Düngemitteln aus Landwirtschaft und Viehhaltung wie ein chronischer Stressfaktor gewirkt und die Korallen geschwächt habe. Eine Erholung von Fluten oder Sturmschäden sei dann nicht wie sonst möglich gewesen.

Schon vor der schweren Korallenbleiche 1998 und 2002 und vor Beginn des kontinuierlichen Monitorings der Riffe seit den 1980er Jahren hatten sich diese erheblich verändern, folgern die Forscher. Dies müsse berücksichtigt werden, wenn heute Veränderungen der Riffe oder die Entwicklung der Korallen untersucht werden. 

dpa

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