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Wissen Grashüpfer-Invasion in Las Vegas: Insekten sind sogar aus dem All sichtbar
Mehr Welt Wissen Grashüpfer-Invasion in Las Vegas: Insekten sind sogar aus dem All sichtbar
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12:25 30.07.2019
Ein Grashüpfer sitzt auf einem Zweig. Die Insekten vermehren sich besonders bei warmen Temperaturen. Quelle: Michael Nelson/picture alliance/dpa
Las Vegas

Las Vegas ist eine Stadt der grellen Neonlichter. Das zieht nicht nur viele Menschen an, sondern auch Insekten – und zur Zeit vor allem eine Art: Grashüpfer. Die Casino-Stadt im US-Staat Nevada wird gerade von einer Grashüpfer-Invasion heimgesucht. Die großen Insektenschwärme sind selbst aus dem All auf dem Wetterradar sichtbar.

Der Nationale Wetterservice (NWS) in Las Vegas teilte ein Radarbild aus der Stadt. Auf dem Bild scheint es, als gebe es zwei Stürme über Las Vegas, einen im Norden und einen direkt über der Stadt. „Es sieht aus, als würde es über Las Vegas in Strömen regnen“, sagte die CNN-Meteorologin Allison Chinchar in einem Bericht des US-Senders. Tatsächlich handelt es sich bei dem „Sturm“ jedoch um einen riesigen Insektenschwarm.

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Wetterradar zeigt den „Sturm“ aus Insekten

Wetterradare werden zum Messen von Niederschlag verwendet. Sie senden über ihre Antenne elektromagnetische Signale in die Atmosphäre aus. Trifft ein Signal auf Regen, Schnee oder Hagel, so wird ein Teil des Signals in Richtung der Antenne zurückgestreut. Je mehr von dem Signal zurückgesendet wird, desto stärker ist der Niederschlag. Wie der Nationale Wetterdienst Las Vegas in seinem Post erklärt, trafen die Signale in diesem Fall aber die Horden von Grashüpfern in Las Vegas, die dann als Regen auf dem Radar dargestellt wurden.

In den sozialen Netzwerken teilten Nutzer Fotos und Videos der Grashüpfer, die ähnlich beeindruckend sind. Die Insekten flattern in großen Schwärmen um Straßenlaternen und Neonlichter.

Feuchtes Wetter begünstigt die Insektenwanderung

Grund für die Insekteninvasion ist das Wetter in Nevada. Wie CNN berichtet, war der Frühling in dem Bundesstaat ungewöhnlich feucht. In diesem Jahr habe es bisher fast doppelt so viel geregnet wie sonst, so Chinchar – perfekte Bedingungen für die Grashüpfer. Die Insekten sind in den Wüsten Nordamerikas heimisch und vermehren sich vor allem bei Temperaturen von 30 bis 40 Grad.

Die Kombination aus einem feuchten Frühling und den warmen Sommertemperaturen begünstigt die Entstehung der Insektenschwärme. Laut Jeff Knight, dem staatlichen Insektenkundler beim Landwirtschaftministerium in Nevada, bilden sich diese meist südlich von Las Vegas in Laughlin oder Arizona. „Zu dieser Jahreszeit fliegen die Grashüpfer von dort aus nach Norden“, so der Meteorologe gegenüber CNN.

Insekteninvasion ist nicht ungewöhnlich

Dass die Zahlen der Grashüpfer derart explodieren wie jetzt in Las Vegas, ist dem Experten zufolge deswegen kein ungewöhnliches Phänomen. „Wir haben Aufzeichnungen von solchen Ereignissen seit den 60ern, und ich habe es in meinen 30-plus Jahren mindestens vier oder fünf Mal mitbekommen“, sagte Knight gegenüber CNN.

Wie die Seite „Sciencealert“ berichtet, kommt es auch nicht zum ersten Mal vor, dass Insekten in den USA auf einem Wetterradar zu sehen sind. In den letzten Jahren sind unter anderem Marienkäfer, Schmetterlinge und sogar fliegende Ameisen in so großen Schwärmen unterwegs gewesen, dass sie auf dem Wetterradar auftauchten. Die Grashüpfer-Invasion in Las Vegas sei daher kein Grund zur Sorge, könne aber noch einige Wochen andauern.

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Von RND/lzi

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