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Wissen Belastung: Saunabesuche sind vergleichbar mit Sporttraining
Mehr Welt Wissen Belastung: Saunabesuche sind vergleichbar mit Sporttraining
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13:34 21.06.2019
Probanden fuhren Fahrrad und gingen in die Sauna: Die Werte von Blutdruck und Puls waren dabei fast gleich. Quelle: picture alliance / PhotoAlto
Hannover/Wittenberg

Bisher nahm man an, dass der Blutdruck bei einem Saunagang sinkt, doch Wissenschaftler haben nun das Gegenteil herausgefunden: Er steigt – und zwar in einem vergleichbaren Maß wie bei einer kurzen, moderaten Sporteinheit. Die Studie von Sportwissenschaftlern der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) in Zusammenarbeit mit dem Medical Center Berlin (MCB), erschien im Fachjournal „Complementary Therapies in Medicine“.

„Man ging davon aus, dass sich die Körpergefäße durch die Hitze weiten und so der Blutdruck abfällt“, sagt der Sportwissenschaftler Sascha Ketelhut von der MLU. Aus diesem Grund werde Menschen mit niedrigem Blutdruck und Herz-Kreislaufstörungen auch von Saunagängen abgeraten, doch es gebe Unterschiede: „Man sollte zwischen akuten Auswirkungen eines Saunagangs und denen in der Ruhephase nach der Sauna unterscheiden. Über die akute Wirkung von Saunabesuchen wird viel vermutet, untersucht ist dagegen noch nicht viel“, so Ketelhut weiter.

Sauna und Sport liefern gleiche Ergebnisse

Für die Studie wurden 19 Freiwillige für 25 Minuten in die Sauna gesetzt und ihr Blutdruck und der Puls gemessen. Dabei stiegen Blutdruck und Herzfrequenz während des Saunabesuchs an. Erst einige Zeit danach sanken sie auf das Ruheniveau vor der Sauna. „Die anhaltende Abnahme des Blutdrucks nach Hitzeeinwirkung lässt darauf schließen, dass sich das Saunabad positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirkt“, heißt es in der Studie.

Zum Vergleich absolvierten dieselben Probanden ein moderates Trainingsprogramm auf einem Fahrradergometer. Die Ergebnisse zeigten, dass ein Saunabesuch durchaus eine gewisse körperliche Belastung darstelle und sich längerfristig ähnlich positive Effekte wie beim Sport einstellen würden.

Auch für Menschen mit niedrigen Blutdruck

Laut Sportwissenschaftler Ketelhut müssten Menschen mit niedrigem Blutdruck aber nicht auf diesen Effekt verzichten: „Eigentlich kann jeder in die Sauna gehen, der moderate körperliche Belastungen beschwerdefrei toleriert.“ Nach dem Saunabesucht müssten Menschen mit niedrigem Blutdruck jedoch aufpassen, denn er sinke noch weiter als vor Beginn den Saunaaufenthalts. Dann drohe Ohnmächtigkeit.

Andere Studien, die sich vorrangig auf die längerfristigen Folgen von Saunabesuchen konzentrieren, berichten von ähnlich positiven Effekten für das Herz-Kreislaufsystem. Die prospektive Langzeitstudie KIHD (Kuopio Ischaemic Heart Disease Risk Factor Study), untersuchte das Sauna-Verhalten von über 1.600 Finninnen und Finnen. Ihr Ergebnis: Vier bis sieben Saunabesuche pro Woche senken die Herz-Kreislauf-Sterblichkeit um bis zu 70 Prozent. Das gelte für Männer und Frauen gleichermaßen.

Beim Abnehmen hildt das gesundheitsförderliche Schwitzen allerdings nicht: Man verliere durch das Schwitzen zwar Flüssigkeit und dadurch Gewicht, aber die sollte man hinterher wieder zu sich nehmen, sagt Ketelhut.

Lesen Sie hier:
Saunieren im Sommer: Schwitzen hilft bei Hitze

Von RND/ame

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