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Wissen Garten im Juli 2019: Wichtige Gartenarbeiten im aktuellen Monat
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13:10 08.07.2019
Der Juli verspricht im Garten eine reiche Ernte. Quelle: Pixabay (Symbolbild)
Hannover

Hobbygärtner mit einer Leidenschaft für Obst und Gemüse kommen jetzt voll auf ihre Kosten: Ins grüne Reich locken saftige Äpfel, Pfirsiche, Aprikose, Kirschen, Strauchbeerenobst und Pflaumen. Im Gemüsebeet warten erntereife Salate, Radieschen, Kohlrabi und Erbsen darauf, verarbeitet zu werden. Doch nicht nur die Erntekörbe wollen gefüllt werden, auch sonst stehen im Nutzgarten jede Menge Arbeiten an: Weil vor allem die Obstbäume ordentlich beladen sind und unter der Last der Früchte regelrecht ächzen, sollten stark tragende Äste jetzt gut abgestützt werden. Das verhindert, dass sie bei starkem Regen oder kräftigem Wind abbrechen.

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Nach Steinobst-Ernte: Vitale Bäume durch den Pflegeschnitt

Beim Steinobst wie Kirschen, Pflaumen und Pfirsichen steht nach der Ernte der Auslichtungs- und Pflegeschnitt an. Der beherzte Griff zur Schere sorgt dafür, dass die Bäume auch in Zukunft vital bleiben, nicht von innen heraus verkahlen. Über einen Rückschnitt freuen sich auch die abgeernteten Himbeerruten. Sie werden dicht über der Erde gekappt. Gleichzeitig werden die aus den Wurzelknospen austreibenden Jungruten ausgelichtet, so dass etwa zehn Ruten pro Meter stehenbleiben

Achten müssen Gartenfreunde auch im Juli noch weiterhin auf Raupengespinste an Kern- und Steinobst. Sind Äste und Blätter befallen, sollten die Gespinste großzügig entfernt und im Hausmüll entsorgt werden.

Gemüsebeet im Juli: Salat, Bohnen und Co. weiter aussähen

Salat kann auch über den Sommer weiter ausgesät werden. Quelle: Pixabay (Symbolbild)

Auch wenn jetzt schon kräftig geerntet werden kann, ist im Gemüsegarten noch lange nicht Schluss: Salat, Spinat, Mangold, Rote Beete, Rettich, Rüben, Chinakohl, Bohnen und Radieschen können weiterhin im Freien ausgesät werden. Unter Glas gelingt dagegen die Aussaat von Endivien, Zuckerhut und Knollenfenchel. Ins Beet ziehen können zudem Blumenkohl und Kohlrabi.

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Mulchschicht im Juli erneuern

Erfahrene Gärtner schwören darauf: Mulchen ist die ideale und kostengünstige Bodenpflege rund um Obstbäume und auf Gemüsebeeten! Ganz allgemein versteht man darunter das Abdecken des Bodens mit organischem Material – Grasschnitt, Laub, Gehölzschnitzel. Erstmalig wird die Mulchschicht zwar zu Beginn der Gartensaison ausgebracht – jetzt im Juli muss die Pflegekur allerdings erneuert werden. Unter der Schicht herrscht ein ausgeglichenes Klima. Selbst bei schier tropischen Temperaturen kann sich der Boden so nicht allzu sehr erhitzen. Die Folge: Die Erde trocknet nicht so schnell aus, kann weder durch Wind noch durch abfließendes Wasser abgetragen werden. Netter Nebeneffekt: Das Mulchmaterial unterdrückt den Wuchs von Unkraut – Gärtner müssen also deutlich weniger jäten. Außerdem fördern Gartenfreunde durch das Mulchen das Bodenleben: Einerseits können dadurch nämlich die für die Bodenfruchtbarkeit wichtigen Pilze, Bakterien, Insekten und Regenwürmer bis in die oberen Schichten aktiv werden. Anderseits wird die Erde automatisch gedüngt, sobald sich die Mulchschicht nach und nach zersetzt.

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Ziergarten im Juli: Nach der Staudenpracht kräftiger Rückschnitt

Rittersporn und andere Stauden liefern sich im Juli einen regelrechten Blühwettstreit. Quelle: Pixabay (Symbolbild)

Jetzt im Juli präsentieren sich farbenfrohe Prachtstauden auf der Gartenbühne: Rittersporn, Türkenmohn, Phlox und Indianernesseln liefern sich einen regelrechten Blühwettstreit im Beet. Haben Gartenfreunde auf sogenannte remontierende Pflanzen wie Steppen-Salbei, Dreimasterblume oder Storchschnabel gesetzt, steht nach der Blüte ein kräftiger Rückschnitt an. Wird die Schere dabei eine Handbreit über dem Boden angesetzt, zeigt sich schon wenige Wochen später ein zweiter Flor. Der fällt zwar meist nicht mehr ganz so üppig aus, verhilft dem Garten trotzdem noch einmal zu einer bunten Kulisse. Wer seinen Stauden zusätzlich noch etwas Gutes tun will, verabreicht ihnen zudem eine Portion Dünger.

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Düngen im Juli: Nährstoffe für die Blumenkönigin

Über eine letzte Nährstoffzufuhr in diesem Jahr freut sich übrigens auch die Königin der Blumen, die Rose. Dazu sollten Hobbygärtner ein wenig organischer Dünger ausbringen und leicht in den Boden einarbeiten. Anschließend muss die Erde rund um die edle Schönheit ordentlich gewässert werden, damit die Nährstoffe in den Wurzelbereich vordringen können. Öfter blühenden Rosen werden zudem unterhalb der alten Blüte, kurz über dem nächsten fünfblättrigen Trieb geschnitten. Das fördert die Blütenbildung.

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Blattlausmonat: Im Juli Blattläuse bekämpfen

Unter Kennern gilt der Juli als „Blattlausmonat“. Die kleinen Insekten, die zu den häufigsten Schädlingen im Garten gehören, haben es sowohl auf Zier- als auch auf Nutzpflanzen abgesehen. Etwa 650 Arten sind bei uns ansässig. Sie ernähren sich vom zuckerhaltigen Pflanzensaft, den sie aus den Pflanzen saugen. Je nach Witterung vermehren sich Blattläuse rasant. Dann kann ein starker Wasserstrahl, zielgerichtet auf die kleinen Krabbler gehalten, Abhilfe schaffen. Um Blattläuse in Schach zu halten, sollten Gartenfreunde vor allem natürliche „Gegenspieler“ wie Florfliegenlarven, Marienkäfer und Schlupfwespen ins grüne Reich locken. Erst wenn sie dem Befall nicht mehr Herr werden, können Hobbygärtner auf nützlingsschonende „Hausmittel“ setzen. Hilfreich ist beispielsweise Brennesselbrühe. Die wird angesetzt, indem zwei Handvoll Brennnessel in einen Eimer geben und mit zwei Liter kaltem Wasser übergossen werden. Hat die Brühe zwölf Stunden gezogen, wird sie in eine Sprühflasche gefüllt und die von Läusen befallene Pflanzen damit ordentlich eingesprüht. Das enthaltene Nesselgift tötet die Schädlinge.

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Im Pflanz- und Saatkalender sehen Sie, was wann in den Boden kann. Quelle: Bayrische Landesanstalt für Weinbau & Gartenbau

Von RND/Julia-Marie Meisenburg/js

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