Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Wissen Freiwillige stricken für australische Wildtiere - doch Helfer haben keine Verwendung
Mehr Welt Wissen Freiwillige stricken für australische Wildtiere - doch Helfer haben keine Verwendung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:35 15.01.2020
In den Auffangstationen werden derzeit unzählige Wildtiere behandelt, die mit Verletzungen aus den Waldbränden gerettet werden konnten. Quelle: Getty Images

Große Flächen Australiens sind seit mehreren Monaten von schweren Waldbränden betroffen. Darunter leiden auch unzählige Wildtiere, deren Lebensräume den Flammen zum Opfer gefallen sind. Laut Forschern der Universität von Sydney sind etwa 500 Millionen Tiere bereits in den Buschfeuern ums Leben gekommen.

Statt Geldspenden hat eine Tierschutzorganisation nun andere Hilfe erbeten: Damit sich die Rettungskräfte und Freiwilligen Helfer vor Ort um die Versorgung der verletzten Tiere kümmern können, hat das Animal Rescue Collective Craft Guilt (ARCCG) weltweit zum Stricken und Nähen von Kängurusäcken, Wickelsäcke für Flughunde und kuschelige Nester für Tierbabys aufgerufen.

Mehr zum Thema

Tierretter rufen auf: Näht, strickt und häkelt für die verletzten Wildtiere in Australien

View this post on Instagram

Safe from the fires

A post shared by Animal Rescue Craft Guild (@animalrescuecraftguild) on

Spenden können nicht genutzt werden

Dem Aufruf der Tierschützer folgten bereits viele Menschen. Etliche Kisten mit selbstgestrickten Sachen sind schon in den Auffangstationen eingetroffen. Rachael Tarlinton, australische Professorin für tiermedizinische Zellmikrobiologie, lobt das große Engagement der Menschen, befürchtet aber, dass die Vielzahl an Sachspenden nicht genutzt werden kann.

"Ich war mit Tierärzten in der Region in Kontakt und sie sind verzweifelt darum bemüht, dass die Leute diese Gegenstände nicht mehr versenden", sagte sie gegenüber dem Evening Standard. Damit wollen sie nicht undankbar erscheinen, doch die Helfer hätten angesichts der vielen zu versorgenden Tiere schlicht keine Kapazitäten, die Kisten mit Sachspenden zu sortieren.

Updated list of what is most needed!

Gepostet von Animal Rescue Collective Craft Guild am Freitag, 3. Januar 2020

Insbesondere bei den gestrickten Fäustlingen für Koalas sieht die Veterinärin Probleme. Da viele der Wildtiere offenen Wunden haben, müssen alle Verbände und Wickel sterilisiert werden. Das gilt auch für die gestrickten Bodys, Wickel und Handschuhe, wenn sie mit der Haut der Tiere in Kontakt kommen. Wolle übersteht den Prozess der Hitzesterilisation jedoch nicht, weshalb die handgefertigten Gegenstände entsorgt werden müssten.

Mehr zum Thema

Australien: Regierung lässt eine Tonne Gemüse über Brandgebiet abwerfen

Langfristig können Geldspenden mehr helfen

"Das andere Problem mit Koala-Fäustlingen ist, dass sie immer noch ihre Krallen und Pfoten brauchen, um sich selbst ernähren und Bäume besteigen zu können", weiß Tarlinton. Sie schlägt stattdessen allen handarbeitsbegabten Tierfreunden vor, Koalas oder Teddybären zu stricken und diese zu verkaufen.

Die Erlöse könnten den Tierschutzorganisationen vor Ort gespendet werden. "Es ist nicht so befriedigend zu wissen, dass Ihre Gegenstände diesen Tieren nicht direkt helfen. Aber das Geld kann verwendet werden, um den Tieren mit längerfristigen Projekten zu helfen."

Von Michèle Förster/RND

Wenn man das Auto im Dunkeln an einer unbeleuchteten Straße parkt, muss man oft zusätzlich leuchten. Das Parklicht reicht dabei häufig nicht aus. Beleuchtet man sein Auto nicht richtig, muss man im Falle eines Unfalls mit Teilschuld rechnen.

15.01.2020

Antibiotika sind in chinesischen Apotheken vielfach noch immer ohne ärztliche Verschreibung erhältlich. Dabei will die Regierung eigentlich ihren Missbrauch eindämmen. Nach einer im Fachjournal “Antimicrobial Resistance and Infection Control” vorgestellten Studie konnten 2019 Antibiotika noch in mehr als 80 Prozent von gut 1100 einbezogenen Apotheken rezeptfrei gekauft werden.

15.01.2020

Zahlreiche Kinder haben im Regime des Islamischen Staates Krieg und Terror erlebt. Nun kehren die ersten zurück nach Deutschland. Thomas Mücke vom Violence Prevention Network ist sich sicher, dass eine gute Integration nur mit Vorurteilsfreiheit und Chancengerechtigkeit funktionieren kann.

15.01.2020