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16:53 30.10.2010
Mit einem baugleichen Helikopter waren die vier Franzosen abgestürzt.
Mit einem baugleichen Helikopter waren die vier Franzosen abgestürzt. Quelle: ap
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Alle vier Insassen eines in der Antarktis abgestürzten französischen Hubschraubers sind tot. Am Samstag erreichte ein Rettungshelikopter die rund 100 Kilometer von der Forschungsstation Dumont-d’Urville entfernte Absturzstelle. Ein mitgeflogener Arzt bestätigte den Tod der Franzosen. Ihr Flugzeug hatte am Donnerstagabend begonnen, ein Notsignal zu senden.

Schlechtes Wetter verhinderte zunächst den Einsatz von Suchhubschraubern, weshalb am Freitag zwei Flugzeuge der amerikanischen und der australischen Luftwaffe das Unglückgebiet absuchten. Die australische Besatzung entdeckte am Freitag drei Körper und warf noch Überlebensausrüstung ab, in der Hoffnung, dass der vierte Insasse noch lebe. Der Unglückshubschrauber war von dem französischen Forschungsschiff L’Astrolabe aus gestartet, das rund 370 Kilometer nordöstlich der Forschungsstation im Eis liegt.

An Bord waren der Pilot, ein Mechaniker und zwei Mitarbeiter des französischen Polarinstituts IPEV. Die Leichen der Männer seien geborgen worden und sollten zur Dumont-d’Urville-Forschungsstation gebracht werden, wo sie zunächst aufgebahrt werden sollten, teilte das IPEV mit.

Frankreichs Ministerin für Hochschulwesen und Forschung, Valérie Pévresse, teilte am Samstag ihre Anteilnahme mit. Sie „drücke ihre uneingeschränkte Solidarität mit der gesamten Gemeinschaft der Polarforscher aus, die diesen dramatischen Verlust erlitten hat“, hieß es. „Sie preist den Mut und die Entschlossenheit der Männer und Frauen, die ihre Forschungen unter den extremen Bedingungen der Polarregionen durchführen.“

dapd