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Wissen Forscher hoffen auf Wunderwaffe gegen Altersdemenz
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10:02 10.09.2010
Weltweit leiden etwa 37 Millionen Menschen unter Demenz, die meisten von ihnen ausgelöst durch Alzheimer. Quelle: dpa

Vitamin B könnte einer neuen Studie zufolge möglicherweise eine wirksame und preiswerte Waffe gegen Altersdemenz sein. Bei der Untersuchung von Forschern der britischen Universität Oxford und aus Norwegen zeigte sich, dass die tägliche Einnahme des Vitamins bei älteren Menschen das Schrumpfen des Gehirns eindämmen und damit Demenz vorbeugen kann. Vorgestellt wurden die Ergebnisse am Donnerstag in der Online-Zeitschrift „Public Library of Science ONE“. Die Resultate müssten nun in weiteren Studien überprüft werden.

Das Zurückgehen der kognitiven Leistungsfähigkeit ist den Forschern zufolge ein natürlicher Teil des Alterungsprozesses. Bei Menschen mit Anzeichen eines „mild cognitive impairment“ (MCI), einer Art Vorstufe von Alzheimer und anderen Demenz-Typen mit kleineren Gedächtnislücken und Sprachproblemen, zeige sich die Entwicklung jedoch stärker als bei anderen. Vor allem diesen Patienten, die sehr oft eine Demenz entwickeln, könne durch Vitamin B womöglich geholfen werden.

Für die Studie wurden 168 Freiwilligen über 70 Jahre, die Anzeichen von MCI zeigten, über einen Zeitraum von zwei Jahren entweder eine hohe Dosis der Vitamintypen B6 und B12, oder aber ein Placebo (Scheinmedikament) gegeben. Es zeigte sich, dass das altersbedingte Schrumpfen des Gehirns bei den Vitamin-B-Konsumenten teilweise um bis zu 50 Prozent reduziert wurde.

„Das ist ein extrem auffallendes, dramatisches Ergebnis“, meinte David Smith von der Universität Oxford, einer der Leiter der Studie. Er warnte ältere Menschen aber davor, hohe Vitamindosen zu schlucken. Der Langzeiteffekt der Vitamine müsse genau untersucht werden, zum Teil werden hohe Dosen davon mit Krebs in Verbindung gebracht.

dpa

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