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Wissen Forscher entdecken weiteres Krebsgen
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18:09 30.07.2009
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Die Wissenschaftler des Instituts für Humangenetik konnten bei Leukämie-Patienten in den Tumorzellen genetische Veränderungen nachweisen, wie das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein am Donnerstag mitteilte. Diese führten bei den Betroffenen zu einer zu starken Aktivierung des CRLF2-Gens und damit zu einer bösartigen Entartung der Zellen.

Die Kieler Wissenschaftler arbeiten mit einer internationalen Forschergruppe zusammen. Das Krebsgen CRLF2 erzeugt ein Eiweiß an der Zelloberfläche. Es vermittelt normalerweise Signale von Botenstoffen und ist dadurch an der Regulation des Zellwachstums beteiligt. Durch die Erforschung der genetischen Ursachen für das Entstehen von Krebs sollen neue Therapien ermöglicht werden, die zielgerichteter wirken. Bereits im Juni entdeckte das Kieler Forscherteam ein Gen, das mitverantwortlich ist für die Entstehung von Lymphdrüsenkrebs.

Die akute lymphatische Leukämie gilt als eine der häufigsten Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Nach Angaben des Deutschen Kinderkrebsregisters in Mainz erkranken daran in Deutschland jedes Jahr etwa 500 Menschen im Alter bis zu 14 Jahren. Die Erkrankung kann aber in jedem Alter auftreten.

ddp