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11:45 21.11.2011
Der Protest gegen die sogenannte "Fracking-Methode" wächst. Quelle: dpa
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Berlin

Die Zusatzstoffe könnten wassergefährdend und toxisch sein, sagte Dietrich Borchardt vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung bei einer Anhörung des Umweltausschusses des Bundestags am Montag in Berlin.

Es gehe darum, wie das Trink- und Grundwasser davor geschützt werden könnte. Bei der sogenannten Fracking-Methode wird ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien in tiefe Gesteinsschichten gepresst, um das Gestein durch hohen Druck so aufzubrechen, dass das wertvolle Gas entweichen kann. Im Zuge der Energiewende soll die Förderung stark ausgeweitet werden.

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Hartmut Pick vom Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung, warb für die Methode: "Erdgas ist als CO2-armer Energieträger für die Energiewende unverzichtbar." Der weltweite Gasbedarf werde um 40 Prozent steigen. "Wir produzieren hier in Deutschland seit Jahren sicher und umweltschonend." In den vergangenen zehn Jahren hätten die Förderunternehmen in Deutschland zudem sieben Milliarden Euro an Förderabgaben gezahlt.

Mit den unkonventionellen Vorkommen könne eine Verlängerung der deutschen Erdgasförderung um 18 Jahre beim jetzigen Förderniveau erreicht werden. Pick forderte, schnell Rechtssicherheit zu schaffen und die Förderung von unkonventionellem Erdgas in Deutschland nicht zu stark zu beeinträchtigen.

Umwelt- und Energieexperten sehen eingesetzte Chemikalien, die krebserregende Stoffen enthalten könnten, sehr kritisch. Zudem sei die Klimabilanz schlechter als bei herkömmlichem Erdgas, da weit mehr Methan entweiche. Die Grünen dringen darauf, Fracking solange nicht zu erlauben, bis die Risiken besser erforscht sind. Die SPD fordert, Genehmigungen nur unter strengsten Auflagen zu erteilen.

Bundesweit formiert sich Widerstand gegen die Ausweitung der Fracking-Methode. Die Konzessionsflächen zur Erkundung des deutschen Untergrundes nach nicht-konventionellen Erdgaslagerstätten waren zuletzt auf 97 000 Quadratkilometer angewachsen - eine Fläche größer als Österreich.

dpa

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