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19:05 25.09.2019
Hassa al-Mansuri, erster Raumfahrer aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, steht winkend im Weltraumbahnhof Baikonur, kurz vor dem Start der Expedition 61. Quelle: Maxim Shipenkov/POOL EPA/AP/dpa
Baikonur

Auf der Internationalen Raumstation ISS wird in den nächsten Tagen auch Arabisch gesprochen: Mit Hassa al-Mansuri ist am Mittwoch der erste Raumfahrer der Vereinigten Arabischen Emirate für einen kurzen Aufenthalt zum Außenposten der Menschheit gestartet. Die Sojus-Rakete hob planmäßig vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ab, wie die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mitteilte. Mit an Bord waren der russische Kosmonaut Oleg Skripotschka und die US-Amerikanerin Jessica Meir. Sie sollten die ISS in etwa 400 Kilometern Höhe nach sechs Stunden Flugzeit erreichen.

Die drei Raumfahrer hätten nach dem Start sicher die Erdumlaufbahn erreicht, twitterte die US-Raumfahrtbehörde Nasa. Sie seien auf dem Weg zu ihrem neuen Zuhause, der ISS. Dort arbeiten derzeit drei Amerikaner, zwei Russen und ein Italiener. Mit der neuen Besatzung dürfte es dann enger werden im Außenposten der Menschheit. 2009 hielten sich dort aber einmal kurzzeitig 13 Menschen auf.

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Al-Mansuri bleibt nur acht Tage im All

Am 3. Oktober wird er mit zwei weiteren Raumfahrern wieder auf der Erde erwartet. Der 35 Jahre alte Hassa al-Mansuri begann seine Karriere bei der emiratischen Luftwaffe als Pilot in F16-Kampfflugzeugen und trainierte unter anderem mit Piloten der USA und anderer Nato-Staaten. Nach 14 Jahren bei der Luftwaffe wechselte er in das Raumfahrtprogramm. Während seiner acht Tage an Bord der ISS soll er an Forschungseinsätzen teilnehmen, Experimente durchführen und seinen Kollegen auf der Erde eine Tour der Raumstation auf Arabisch geben.

In seinem zehn Kilogramm schweren Gepäck hat al-Mansuri einem Bericht der emiratischen Zeitung „The National“ zufolge unter anderem die Flagge der Vereinigten Arabischen Emirate sowie ein Foto von deren Gründervater, Scheich Said bin Sultan Al Nahjan. Mit dabei hat er außerdem landestypische Speisen, die den weiteren Astronauten der ISS als Teil eines Kulturaustauschs serviert werden sollen. Dazu kommen Materialien für wissenschaftliche Experimente.

In seinem zehn Kilogramm schweren Gepäck hat Al-Mansuri einem Bericht der emiratischen Zeitung „The National“ zufolge unter anderem die Flagge der Vereinigten Arabischen Emirate sowie ein Foto von deren Gründervater, Scheich Said bin Sultan Al Nahjan. Mit dabei hat er außerdem landestypische Speisen, die den weiteren Astronauten der ISS als Teil eines Kulturaustauschs serviert werden sollen. Dazu kommen Materialien für wissenschaftliche Experimente.

Start der Sojus-Rkete vom kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur. Quelle: imago images/ITAR-TASS

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Vorerst letzter Start von Juri Gagarins Abschussrampe

Aus seiner Aufregung vor dem Start in Richtung ISS machte al-Mansuri kein Geheimnis. Er empfinde ein „unbeschreibliches Gefühl von Ehre und Ehrfurcht“, schrieb al-Mansuri bei Twitter. „Heute trage ich die Träume und den Ehrgeiz meines Landes zu einer völlig neuen Dimension.“ Er bat um göttlichen Beistand für die Mission und unterzeichnete den Tweet mit „euer Bruder Hassa al-Mansuri“.

Mit dem Start des Sojus-Raumschiffes MS-15 ging zugleich eine Ära vorerst zu Ende. Von der historischen Rampe startete Juri Gagarin am 12. April 1961 als erster Mensch ins All. Der Startplatz soll nun modernisiert werden, damit von dort aus künftig neuere Raketen abheben können. Bis 2023 will Roskosmos eigenen Angaben zufolge die Rampe umbauen. Der Weltraumbahnhof wird in dieser Zeit aber nicht geschlossen: Er verfügt über einen weiteren Startplatz.

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Die Vereinigten Arabischen Emirate sind bei dieser Millioneninvestition Partner. Das Land beteiligt sich Roskosmos zufolge neben Russland und Kasachstan an den Kosten von 87 Millionen US-Dollar (79 Millionen Euro). Russland will künftig anderen Ländern anbieten, von Baikonur aus ins All abzuheben. Außerdem sollen zwei Rampen mehr Sicherheit geben, falls eine mal ausfallen sollte.

In der Vergangenheit gab es immer wieder die Befürchtung, dass der legendäre Startplatz Nr. 1, der auch Gagarin-Start genannt wird, geschlossen werden könnte. Von dort war der deutsche Astronaut Alexander Gerst zur ISS aufgebrochen. 1957 hoben dort auch die erste Interkontinentalrakete R-7 und der erste Satellit „Sputnik-1“ ab.

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