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16:54 14.09.2012
Foto: Im Dezember geht es für drei Astronauten ins All.
Im Dezember geht es für drei Astronauten ins All. Quelle: dpa
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Washington

Schichtwechsel auf der Internationalen Raumstation ISS: Drei Astronauten aus Kanada, Russland und den USA sollen am 5. Dezember ins All aufbrechen und drei derzeit dort stationierte Kollegen ablösen. Das teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Donnerstag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz in Houston im US-Bundesstaat Texas mit. Der US-Amerikaner Thomas Marshburn, der Kanadier Chris Hadfield und der Russe Roman Romanenko haben alle bereits Erfahrung mit Einsätzen im All gesammelt und werden seit langem für die bevorstehenden schwierigen Aufgaben geschult.

„Seit Jahren ziehen wir von Simulator zu Simulator und Klassenraum zu Klassenraum“, sagte Marshburn. „Jetzt freuen wir uns darauf, dass es endlich losgeht.“ Die Männer sollen die derzeitigen Crew-Mitglieder Joe Acaba, Gennadi Padalka und Juri Malentschenko ablösen, die am kommenden Sonntag wieder auf der Erde landen sollen.

Im kommenden März sollen dann auch die anderen drei derzeit auf der ISS stationierten Crew-Mitglieder die Raumstation verlassen. Dann wird Hadfield als erster Kanadier Chef der ISS-Besatzung. Im Mai sollen Hadfield, Marshburn und Romanenko wieder zur Erde zurückkehren. Während ihres Einsatzes sind vor allem wissenschaftliche Experimente geplant, die Männer könnten aber auch für Außeneinsätze im All eingeteilt werden.

Auch ein Rezept gegen Lagerkoller haben die drei Astronauten im Gepäck: Musik. „Wir alle spielen Instrumente“, erzählte Hadfield. Auf der Raumstation gebe es derzeit eine Gitarre, ein Keyboard und eine Ukulele. „Natürlich fliegen wir in erster Linie dorthin, um zu arbeiten, die Station in Schuss zu halten und Experimente durchzuführen. Aber wie bei jedem Job haben auch wir Abende und Wochenenden und dann werden wir Musik machen.“

Die ISS wurde unterdessen vom europäischen Raumfrachter ATV-3 „Edoardo Amaldi“ auf eine Höhe von 424 Kilometer gebracht. Der ATV-3 habe mit Hilfe seiner Triebwerken die nötigen Impulse gegeben, um die ISS zwei Kilometer weiter von der Erde zu entfernen, meldete die Agentur Interfax unter Berufung auf das Flugleitzentrum bei Moskau. Das Manöver wurde nötig, um bessere Voraussetzungen für die nächsten Andockmanöver der Sojus-Raumkapseln zu gewährleisten. Bei einer Höhenkorrektur Mitte August hatte sich ein ATV-3-Motor überhitzt. Deshalb stieg die ISS damals nur um 5 Kilometer statt der geplanten 7,7 Kilometer.

dpa

13.09.2012
13.09.2012