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Wissen Doping mit Spinat? Studie deckt Leistungssteigerung bei Sportlern auf
Mehr Welt Wissen Doping mit Spinat? Studie deckt Leistungssteigerung bei Sportlern auf
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17:25 26.06.2019
Müssen Sportler in Zukunft auf das grüne Gemüse verzichten? Die Weltantidopingagentur prüft ob ein Inhaltsstoff von Spinat auf die Dopingliste gesetzt wird. Quelle: dpa
Berlin

Waren Popeyes schnell wachsende Muskeln nach einer Dose Spinat doch nicht nur ein Mythos? Mit dieser Frage muss sich jetzt die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) befassen, da eine Studie der Freien Universität Berlin erstmals eine Leistungssteigerung durch Spinat in Verbindung mit Sport nachgewiesen hat.

Schuld daran soll der in dem grünen Gemüse enthaltende Stoff Ecdysteron sein. Der positive Effekt der Substanz auf die sportliche Leistung wurde bereits in den 80er-Jahren heiß diskutiert, damals war von einem „russischen Geheimnis“ die Rede. In den vergangenen Jahren kamen zudem einige Nahrungsergänzungsmittel auf den Markt, die mit einer Leistungssteigerung durch Ecdysteron werben. Sie versprechen außerdem weniger Müdigkeit und eine leichtere Erholung nach dem Training – alles dank der im grünen Gemüse enthaltenden Substanz.

Studie: Dreimal höherer Kraftzuwachs festgestellt

Mit Unterstützung der WADA hat die FU Berlin, um diese Wirkungen zu überprüfen, eine groß angelegte Humanstudie durchgeführt. Insgesamt 46 Sportlern wurde über zehn Wochen lang entweder Ecdysteron-Tabletten oder ein Placebo verabreicht. Jeweils vor und nach den zehn Wochen absolvierten die Sportler Athletikübungen wie Kniebeugen oder Bankdrücken. Das Ergebnis überraschte: Die Sportler, die Ecdysteron eingenommen hatten, schnitten meist besser ab, als die Placebogruppe. Es konnte ein bis zu dreimal höherer Kraftzuwachs festgestellt werden.

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Ecdysteron: Forscherin empfiehlt Setzen auf Dopingliste

Selbst die Gruppe der Forscher zeigte sich davon beeindruckt. „Unsere Hypothese war, dass wir eine Leistungssteigerung sehen. Aber dass die so groß sein würde, das hatten wir nicht erwartet“, so die Leiterin der Studie, Maria Parr, im Interview mit der ARD. Die Forscherin hat der WADA daher empfohlen, die Substanz Ecdysteron auf die Doping-Liste zu setzen.

Ob dieses letztendlich wirklich passiert, darüber entscheidet jetzt ein Expertengremium der Welt-Anti-Doping-Agentur. Zunächst sollen aber noch weitere Untersuchungen durchgeführt werden, unter anderem auch, um zu überprüfen, wie verbreitet Ecdysteron bereits im Spitzensport ist.

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Mindestens vier Kilo Spinat notwendig

Zudem ist auch noch nicht klar, wie überprüft werden kann, ob ein Sportler tatsächlich Tabletten der verbotenen Substanz eingenommen hat, oder einfach nur viel Spinat gegessen hat. Dass das Gemüse selbst auf die Dopingliste gesetzt wird, ist sehr unwahrscheinlich. Um einen ähnlichen Effekt wie bei der Studie zu erzielen, müssten Sportler mindestens vier Kilo Spinat am Tag zu sich nehmen, um die Menge Ecdysteron aufzunehmen.

Aber auch, wenn die schnell wachsenden Muskeln von Popeye durch eine Dose Spinat wohl doch nur ein Mythos bleiben: Dass Spinat ein wahrlich gesundes Gemüse ist, bleibt unumstritten. Es enthält neben Eisen noch viele weitere gesundes Nährstoffe, wie Folsäure, Kalium oder Zink.

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Von RND/isa

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