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Wissen Die Marie Kondo-Methode: Magic Cleaning in der Liebe
Mehr Welt Wissen Die Marie Kondo-Methode: Magic Cleaning in der Liebe
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12:08 04.09.2019
Die KonMari-Methode hilft nicht nur beim Aufräumen, sondern bringt auch Ordnung in unser Liebesleben.
Hannover

Aufräumen hat längst sein angestaubtes Image verloren und ist dank Marie Kondos Bestseller "Magic Cleaning" ein richtiger Lifestyle-Trend geworden. In ihrer eigenen Netflix-Serie "Tidying Up with Marie Kondo" wirbelt das japanische Energiebündel strahlend durch die zugemüllten Häuser wohlstandsverwahrloster Amerikaner und kann vom Chaos anscheinend gar nicht genug bekommen.

Das Prinzip ist einfach: Nach ihrer eigens entwickelten KonMari-Methode wird jeder Gegenstand in die Hand genommen und dem ultimativen Test unterzogen. "Does it spark joy?" lautet Kondos Leitfrage, um zu entscheiden, welche Dinge bleiben dürfen und welche nicht. Denn egal, ob es sich um das von Oma vererbte Fabergé-Ei, ein nagelneues Kleidungsstück oder das letzte Weihnachtsgeschenk vom Liebsten handelt – was keine Freude bereitet, fliegt raus.

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Aufräumen schafft Freiräume

Der neu gewonnene Freiraum soll nicht nur Ordnung in den Haushalt, sondern auch in unser Leben bringen. Man sollte sich fragen: Was bedeuten einem die Dinge, mit denen man sich umgibt, wirklich? Behalten wir sie nur, weil ihre Anschaffung einst sehr teuer war oder hängen wichtige Erinnerungen daran? Denn Loslassen kann uns zu mehr Freiraum verhelfen. Wenn man sich von Altlasten trennt und wieder Ordnung in unsere vier Wände einkehrt, soll das auch bei Entscheidungsprozessen helfen, verspricht die Meisterin des Sockenfaltens.

Es ist fast wie eine Therapie: Wenn man mit dem Überfluss an angesammelten Dingen konfrontiert wird, wird man auch gezwungen, sich darüber Gedanken zu machen, wie man eigentlich leben möchte. Hat es Sinn, etwas aufzuheben oder ist es nicht vielleicht besser los zu lassen? Doch Marie Kondo ist keine gefühlskalte Ordnungsdiktatorin. Zu ihrer KonMari-Methode gehört es ebenso, sich bei allen Dingen, die man weggibt, zu bedanken. Dafür, dass sie uns einmal Freude bereitet haben, uns an etwas lange Zurückliegendes erinnern oder einfach, weil sie eine Zeit lang Teil unseres Lebens waren. So bleibt zwar ein gewisses Bedauern, aber wir können endlich damit abschließen.

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Dating-Altlasten loswerden

Selbstverständlich lässt sich "Does it spark joy?" nicht nur auf rumpelige Keller und unordentliche Sockenschubladen anwenden, sondern auch auf unser Dating- oder Beziehungsleben. Allen voran: Das Smartphone. In Zeiten von Dating-Apps wie Tinder, Bumble und Co. sammeln wir Matches wie einst Panini-Bilder. Und dabei bleibt es nicht: Aus einigen dieser Vorschläge ergeben sich endlos lange Chat-Dialoge, Kontakteinträge und auch ganz reale Treffen. Die werden von Zeit zu Zeit wiederholt, manchmal sogar einige Monate oder Jahre lang.

Doch die meisten dieser lockeren Bekanntschaften haben ein Verfallsdatum. Auf Nachrichten erhalten wir keine Antwort mehr? Treffen werden verschoben oder man wird hingehalten? Unser Date meldet sich nur mitten in der Nacht oder nach dem vierten Vodka Sour? Schluss damit! Die japanische KonMari-Methode hilft auch bei solchen Entscheidungen: Oft reicht es schon, sich zu fragen, ob eine Person uns tatsächlich gut tut und unser Leben bereichert. Does it spark joy? Ist das nicht der Fall, heißt es: Ausmisten! Und zwar radikal.

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Wieder bereit sein für Neues

Denn auch durch das Löschen von Telefonnummern kann man sich von emotionalem Ballast befreien. Wenn wir wieder offen für Neues sind, wirkt sich das positiv auf unser Dating-Verhalten aus. Zum Beispiel, indem man eher Zeit mit Menschen verbringt, die einem gut tun. Nach dem "Kondoing" des eigenen (Liebes-)Lebens fühlt man sich in jeder Hinsicht besser. Eben genau so wie nach einem Frühjahrsputz.

Übrigens: Einen kleinen Spaß erlaubte sich auch die Satireseite Der Postillon. Sie titelte "Aufräum-Expertin Marie Kondo empfiehlt, maximal drei Familienmitglieder zu behalten" und gab nützliche Tipps für die Auswahl der drei Angehörigen. Schwiegermütter, Kinder oder der Lebensgefährte entpuppten sich dabei als sehr praktische Vorschläge. Das war aber nicht ernst gemeint, versteht sich.

Michèle Förster/RND

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