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Wissen Der erste Liebeskummer: So können Eltern ihr Kind unterstützen
Mehr Welt Wissen Der erste Liebeskummer: So können Eltern ihr Kind unterstützen
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10:35 23.08.2019
Der erste Liebeskummer des Kindes ist oftmals eine Herausforderung für die ganze Familie. Quelle: Unsplash
München

Der erste Schwarm hat Schluss gemacht oder ist womöglich in jemanden anderen verliebt – und für den Nachwuchs bricht eine Welt zusammen. „Den Liebeskummer des Kindes sollten Eltern nicht bagatellisieren, sondern ernst nehmen", rät Kira Liebmann. Sie ist Unternehmerin aus Haar bei München und coacht Väter und Mütter in puncto Pubertät. Sprüche wie „Andere Mütter haben auch schöne Töchter", „Bis du verheiratet bist, ist das vorbei" oder „Ach komm, das lief doch nur zwei Wochen" kennen viele aus dem eigenen Elternhaus. „Doch geholfen haben sie uns damals nicht und das tun sie auch heute nicht", sagt Liebmann.

Den Kindern ihre Gefühle abzusprechen, sei keine gute Idee. „Wer ihnen einredet, dass alles falsch ist, was sie gerade fühlen, nimmt das Kind nicht ernst", erklärt die Expertin. Dann leide das Kind nicht nur wegen des Liebeskummers, sondern habe auch noch das Gefühl, dass seine Emotionen falsch sind.

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Mitleid hilft nicht: Auch Empathie muss Grenzen haben

Auch übertriebenes Mitleid sei kontraproduktiv. Denn wenn Eltern mit ihren Kindern mitleiden, verstärken sie die vorhandenen Gefühle noch. Aussagen wie „Oh, du Arme" oder „Du tust mir so leid" stechen in die Wunde, anstatt sie zu schließen. Eltern sollten die Gefühle beim Kind lassen und selber in ihrer Kraft bleiben. „Denn Kinder brauchen uns nun mit unserer vollen Elternenergie – als Berater, Zuhörer und Erfahrener", so Liebmann.

Und über seine Gefühle zu sprechen, ist laut Beziehungscoach Elena-Katharina Sohn aus Berlin für jeden mit Herzschmerz wichtig: „Das Beste, was man machen kann, ist zu sagen: Ich bin 24 Stunden am Tag für dich erreichbar, und wenn du magst, kannst du mir die gleiche Geschichte auch zum 500. Mal erzählen." Was Sie Erwachsenen mit Liebeskummer rät, lesen Sie hier.

Eltern sollten für den Nachwuchs da sein und für Ablenkung sorgen

Sie empfiehlt, sich mit einer großen Packung Eis und zwei Löffeln zum Nachwuchs ins Bett zu setzen, von seinen eigenen Erfahrungen zu erzählen, alte Geschichten über verflossene Lieben auszupacken und da zu sein, wenn das Kind reden möchte. Das Signal sollte sein: „Ich kenne das und hatte das auch schon. Wenn du magst, erzähle ich dir, wie ich damals aus diesem Tief herausgekommen bin." Und dann heißt es abzuwarten, ob das Kind das hören möchte oder nicht.

Kira Liebmann rät, sich nicht aufzudrängen, sondern Angebote zu machen oder das Kind abzulenken, indem man über andere Dinge redet und Nähe anbietet. „Eltern sollten aber auch nicht beleidigt sein, wenn das Kind all diese Angebote ablehnt", warnt die Expertin.

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RND/dpa

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