Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Wissen Pilsbier im „Öko-Test“: Nur ein Bier ist „ungenügend“
Mehr Welt Wissen Pilsbier im „Öko-Test“: Nur ein Bier ist „ungenügend“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:14 19.05.2022
Die Zeitschrift „Öko-Test“ ließ Pilsbier von 50 Marken analysieren und von biererprobten Testern geschmacklich prüfen.
Die Zeitschrift „Öko-Test“ ließ Pilsbier von 50 Marken analysieren und von biererprobten Testern geschmacklich prüfen. Quelle: Sebastian Gollnow/dpa/dpa-tmn
Anzeige
Frankfurt/Main 

Feste Schaumkrone, leicht bitter im Geschmack und eine feine Hopfennote – so sollte ein schönes Pils sein. Und tatsächlich werden diese Erwartungen an die in Deutschland beliebteste Biersorte offenbar selten enttäuscht, wie eine Analyse von „Öko-Test“ (Ausgabe 6/2022) schließen lässt.

Die Zeitschrift ließ Pils von 50 Marken analysieren und von biererprobten Sensorikerinnen und Sensorikern geschmacklich testen. Ergebnis: 45 Produkte erhielten die Note „gut“ oder „sehr gut“. Drei Biere erhielten die Note „befriedigend“, „mangelhaft“ und „ungenügend“ erhielt je eines.

Mehr zum Thema

Tag des Bieres: Berühmte Mythen zum deutschen Lieblingsgetränk

Mineralwasser versus Leitungswasser: Was ist besser?

Mittel gegen Motten: „Öko-Test“ rät von Gift ab - das sind die Alternativen

Notenabzüge für Glyphosat-Spuren

Allerdings fanden die Testenden in zwölf Bieren bekannter Marken Spuren des krebsverdächtigen Unkrautvernichters Glyphosat. Die Werte lägen zwar weit unter dem in der Europäischen Union für Braugerste zulässigen Höchstgehalt. Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes vergab „Öko-Test“ dennoch Notenabzüge. Immerhin alle getesteten Bio-Pilsbiere seien frei von dem umstrittenen Herbizid.

In Sachen Stammwürzegehalt und Schaumhaltbarkeit patzte kein Pils. Auch die Testtrinkerinnen und Testtrinker hatten wenig zu beanstanden, schmeckten bei zehn Bieren aber pilsuntypische Fehlnoten heraus. Dem Schlusslicht im Feld, einem Bio-Pils, attestierten sie „einen Kontaminationsgeschmack mit buttrigen Noten“. Das Labor wies hier eine Verkeimung mit Pediokokken nach. Als Milchsäurebakterien seien diese zwar nicht schädlich für den Menschen, doch sorgten für eine „erhebliche Qualitätsminderung“.

RND/dpa

Der Artikel "Pilsbier im „Öko-Test“: Nur ein Bier ist „ungenügend“" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.