Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Wissen Gefahr aus dem All: Nasa nimmt 22 Asteroiden ins Visier
Mehr Welt Wissen Gefahr aus dem All: Nasa nimmt 22 Asteroiden ins Visier
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:54 15.09.2019
Erdnahe Asteroiden nähern sich der Erdumlaufbahn auf bis zu 150 Millionen Kilometer. Als potenziell gefährlich werden sie ab 7,5 Millionen Kilometern Entfernung eingestuft.

Laut der US-Raumfahrtbehörde Nasa sollen sich im September 22 erdnahe Objekte der Erde nähern. Sollten sie ihre Flugbahn verlassen, könnten sie auf der Erde große Schäden anrichten. Das weckt Erinnerungen an das Jahr 2013, als ein Meteorit im russischen Tscheljabinsk einschlug und über 1400 Menschen verletzte. Dabei war das damalige Objekt mit rund 20 Metern Durchmesser vergleichsweise klein. Mindestens vier von den aktuellen Asteroiden sollen einen erheblich größeren Umfang haben. Der größte von ihnen misst fast einen Kilometer und ist damit nahezu 50-mal so groß wie der Meteorit von Tscheljabinsk.

Erst im August flog ein 570 Meter großer Asteroid gefährlich nah an der Erde vorbei. Doch was bedeutet „gefährlich nah“ überhaupt? Wie wahrscheinlich ist ein Einschlag auf der Erde? Und was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Asteroiden und einem Meteoriten?

Wie nah ist erdnah?

Für Erdverhältnisse scheint „erdnah“ unvorstellbar weit weg. Laut Nasa gilt ein Objekt im Weltraum bereits als erdnah, sobald es sich der Erdumlaufbahn auf 150 Millionen Kilometer nähert. Zum Vergleich: Der Mond ist knapp 400.000 Kilometer von der Erde entfernt. Zudem kommt nur eine relativ kleine Anzahl sogenannter „near-earth objects“ (NEO) der Erde nahe genug, um ihr gefährlich werden zu können.

Lesen Sie auch: "C/2019 Q4": Ein Komet von außerhalb unseres Sonnensystems?

Also kein Grund zur Sorge? Nicht ganz, denn entscheidend ist nicht zuletzt auch die Größe des Objekts. Und hier sind die aktuell von der Nasa beobachteten Asteroiden nicht zu unterschätzen. Vier der aktuell beobachteten Asteroiden sollen zwischen 370 und 990 Metern groß sein. Ab einem Durchmesser von 140 Metern oder mehr gelten NEOs als „potentially hazardous objects“, also potenziell gefährlich für die Erde. Und diese kommen der Erdbahn immerhin schon 7,5 Millionen Kilometer nahe, sagt Professor Alan Harris vom Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Wie hoch ist das Risiko eines Asteroideneinschlags auf der Erde?

Ob ein Asteroid, Meteorit oder sonstiges erdnahes Objekt auf der Erde einschlägt, ist eine Frage der Wahrscheinlichkeit. Als Maß dient Astronomen hierfür die sogenannte Palermo-Skala, die jedem Objekt einen Wert gibt. Die Europäische Weltraumorganisation Esa führt eine Risikoliste, auf der alle potenziell einschlagsfähigen Himmelskörper aufgeführt sind. Dabei handelt es sich um Objekte, deren Einschlagswahrscheinlichkeit nicht null beträgt.

Lesen Sie auch: Asteroid, Tsunami, Klimawandel: Forscher rekonstruieren Dinosauriersterben

Zu den Faktoren, die in die Berechnung des Wertes einfließen, zählt neben Größe und Geschwindigkeit des Himmelskörpers unter anderem auch die bis zum potenziellen Einschlag verbleibende Zeit. Aktuell befinden sich über 800 erdnahe erdnahe Objekte auf der Liste.

Asteroid, Meteorit, Komet – was ist der Unterschied?

Für Laien ist es mitunter schwierig, zwischen den verschiedenen astronomischen Fachbegriffen zu unterscheiden. Das verbirgt sich hinter den unterschiedlichen Bezeichnungen:

Bei Asteroiden handelt es sich laut Nasa um Steinfragmente, die bei der Entstehung des Sonnensystems vor etwa 4,6 Milliarden Jahren übrig geblieben sind. Die meisten Asteroiden umkreisen die Sonne in einem Gürtel zwischen Mars und Jupiter. Ein Asteroid kann zwischen weniger als einem und Hunderten von Kilometern groß sein.

Lesen Sie auch: Satelliten erspähen rätselhafte Röntgenquelle in der Feuerwerkgalaxie

Kometen sind relativ kleine Himmelskörper, die, wie Asteroide, bei der Entstehung des Sonnensystems, gebildet wurden. Anders als Asteroide handelt es sich bei Kometen allerdings um Objekte aus Eis, Staub und lockerem Gestein. Nähern sich Kometen der Sonne, bildet sich eine Atmosphäre aus Gas und Staub, die von der Erde aus als heller Schweif zu erkennen ist.

Bei Meteoriten muss zusätzlich zwischen Meteoroiden und Meteoren unterschieden werden. Dabei bezeichnen die unterschiedlichen Begriffe verschiedene Zustände desselben Objekts. Meteoroiden entstehen beim Zusammenstoß von Asteroiden. Beim Eintritt eines Meteoroiden in die Erdatmosphäre verglüht dieser und ist von der Erde aus als Meteor, besser bekannt als Sternschnuppe, zu erkennen. Schafft es ein Meteoroid dagegen durch die Erdatmosphäre und schlägt dieser auf der Erde ein, spricht man von einem Meteoriten – so geschehen in Russland 2013.

Lesen Sie auch: Forscher entdecken gigantisches Schwarzes Loch

Von Patrick Fam/RND

Ein Wikinger, eine Schwarzafrikanerin, eine Ägypterin und ein Indianer schmücken die Schachtel von „Hadara“. Hier also geht es um den Aufbau von Zivilisationen – gleich welcher Zeit und welchen Ortes. Spiele-Experte Stefan Gohlisch hat “Hadara” getestet.

10.09.2019

Die Schockfotos auf Zigarettenpackungen schrecken längst nicht jeden ab. Denn immer mehr ältere Menschen in Deutschland rauchen. Das Aufhören fällt gerade langjährigen Rauchern schwer. Dabei profitiert die Gesundheit auch in höheren Lebensjahren noch von einer Abstinenz.

10.09.2019

Hobby-Ornithologen versuchen im Brettspiel “Flügelschlag” möglichst viele Vögel anzulocken. Passendes Futter und Vogelhäuschen helfen dabei, die Vögel in die drei Landschaftsgebiete zu bekommen. Spiele-Experte Stefan Gohlisch ist unter die Vogel-Liebhaber gegangen.

10.09.2019