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Wissen Archäologen finden in Niedersachsen Siedlung aus der Eisenzeit
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16:03 10.12.2009
Forscher bei Ausgrabungen in Ganderkesee. Quelle: lni
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Archäologen haben in Ganderkesee bei Bremen eine Siedlung aus der vorrömischen Eisenzeit ausgegraben. Auf dem 8000 Quadratmeter großen Gelände in der Nähe der A28 entdeckten die Wissenschaftler zahlreiche Keramikscherben und Reste einer bäuerlichen Siedlung, sagte Bezirksarchäologin Jana Esther Fries vom Landesamt für Denkmalpflege in Oldenburg (Niedersachsen) am Donnerstag. Auch ein überraschender Fund ist dabei: mehrere Gruben mit Holzkohle. „Das kennen wir so noch nicht. Wir rätseln ein wenig, wofür sie waren“, sagte die Archäologin.

Die Wissenschaftler gehen vor allem wegen der Keramikscherben davon aus, dass die Siedlung etwa zwischen 700 bis 400 vor Christus entstanden sein muss. Die Grabungen sollen Ende der Woche beendet sein. Dann wandern die mehr als 2000 Jahre alten Funde ins Archiv des Landesamtes.

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Die Entdeckungen sind aus Sicht der Archäologen ein weiterer Puzzle-Stein, der Erkenntnisse darüber bringt, wie die Menschen in der vorrömischen Eisenzeit lebten. „Die meisten von ihnen waren Bauern, es gab nur einige wenige Handwerker“, sagte Fries.

Die Denkmalpfleger hatten im Sommer erfahren, dass auf dem Acker am Rande eines Wäldchens ein großer Geflügelstall entstehen soll. Die Wissenschaftler vermuteten dort aber seit längerem ein Bodendenkmal und wurden bei einer Stichprobe im September fündig.

lni