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Wirtschaft ver.di lehnt Arbeitgeberangebot für Erzieher ab
Mehr Welt Wirtschaft ver.di lehnt Arbeitgeberangebot für Erzieher ab
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17:58 19.06.2009
Erzieherinnen, Sozialarbeiter und Sozialpädagogen demonstrierten für bessere Arbeitsbedingungen. Quelle: Henning Kaiser/ddp

Daher sollen die Streiks in vielen Kitas und anderen sozialen Einrichtungen in der kommenden Woche fortgesetzt werden. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) verteidigte hingegen ihre Offerte.

ver.di-Chef Frank Bsirske warf den Arbeitgebern vor, sich nicht zu bewegen und unverbindliche Erklärungen abzugeben. Seit Monaten würde man sich „im Kreise drehen“. Anfang der Woche sollten die Arbeitsniederlegungen daher in mehreren Bundesländern fortgesetzt werden, darunter Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen, sagte Bsirske. Während der Sommerferien sollen die Arbeitsniederlegungen zurückgeschraubt werden. Sollte bis dahin keine Einigung gefunden sein, werde der Arbeitskampf im August und September verstärkt wieder aufgenommen.

Die GEW bezeichnete das Angebot als „völlig unzureichend“. Für den Großteil der Erzieherinnen solle es keine finanzielle Aufwertung ihrer Arbeit geben. Beim Gesundheitsschutzvertrag seien die Arbeitgeber sogar weit hinter ihre Vorschläge aus der vergangenen Woche zurückgefallen. Von ihrer Ansage, zu substanziellen Verbesserungen bereit zu sein, hätten sich die Arbeitgeber „meilenweit entfernt“, sagte GEW-Verhandlungsführerin Ilse Schaad.

Die VKA hatte einen Gesundheitstarifvertrag angeboten, der nach Gewerkschaftsangaben nur von der wirtschaftlichen Lage abhängige Kann-Bestimmungen enthielt. Bei der Eingruppierung sollte nach dem Willen der Arbeitgeber der Status vor Einführung des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst (TV ÖD) weitestgehend wieder hergestellt werden.

Die VKA verteidigte ihr Angebot. Es enthalte Einkommensverbesserungen von durchschnittlich 11,6 Prozent, sagte VKA-Präsident Thomas Böhle in Berlin. „Mit unserem Angebot werten wir den Erzieherinnen-Beruf deutlich auf. Gleichzeitig gehen wir an die Grenze dessen auf, was wir in Zeiten der immer schwieriger werdenden kommunalen Haushalte noch verantworten können“, sagte er. Er forderte die Gewerkschaft zu einer schnellen und zügigen Einigung auf, um weitere Streiks zu vermeiden.

Die Gewerkschaften legten die Arbeitgeberofferte hingegen deutlich anders aus. Sie betreffe nur 20 Prozent der Erzieherinnen. Dabei würden Ledige ein Plus von 0,3 Prozent erreichen, während Verheiratete ein Minus von 3,6 Prozent erleiden würden - gegenüber dem Stand von 1990, erläuterte ver.di. 80 Prozent der Betroffenen gingen bei dem Angebot leer aus. Ähnlich äußerte sich die GEW. Das Angebot sei „Augenwischerei“. Das Einkommen für den Großteil der Erzieherinnen werde unter dem Niveau von 1990 eingefroren.

ddp

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