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Wirtschaft e.on verschafft sich Spielraum
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08:00 14.12.2011
Johannes Teyssen bau e.on um.
Johannes Teyssen bau e.on um. Quelle: dpa
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Düsseldorf

Zudem befreit sich e.on von Bilanzrisiken und schreibt 3 Milliarden Euro auf Kraftwerke ab.Die Wertberichtigung habe aber keine Auswirkungen auf Prognosen und die Dividende, hieß es.

Das Gasnetz kam 2002 mit der Ruhrgas-Übernahme in e.on-Besitz. Es wurde auf Druck der EU-Kommission bereits vom Gashandel getrennt und in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert, die Open Grid Europe (OGE). Die Verhandlungen mit der Investmentfirma Allianz Capital Partners, zu denen sich die Konzerne nicht äußern, sollen weit fortgeschritten sein. OGE mit 1800 Beschäftigten und 450 Kunden soll nach Angaben von Experten mehrere Milliarden Euro wert sein.

Bis Ende 2013 will Vorstandschef Johannes Teyssen aus Unternehmensverkäufen 15 Milliarden Euro erlösen, die in Schuldentilgung und Wachstum fließen sollen. Ein großer Teil des Programms wurde bereits umgesetzt. Doch der Konzernumbau läuft keineswegs so glatt, wie sich der Vorstand dies wünscht.

Die Verhandlungen mit den Gewerkschaften über einen drastischen Stellenabbau treten auf der Stelle. e.on will weltweit bis zu 11 000 Arbeitsplätze einsparen, darunter mehr als 6000 in Deutschland. Betroffen von den Sparmaßnahmen sind alle vier großen Standorte in München, Hannover, Essen und Düsseldorf. Ab 2015 möchte der größte deutsche Strom- und Gaskonzern aus seinem sogenannten Effizienzprogramm e.on 2.0 dauerhaft eine Summe von 1,5 Milliarden Euro einsparen.

„Die Stimmung in der Belegschaft ist nicht gut“, sagte ver.di-Energieexperte und Aufsichtsratsmitglied Sven Bergelin. Medienberichten zufolge will das Management 3000 Beschäftigte in den Vorruhestand schicken und für weitere 2500 eine Transfergesellschaft gründen. „Die Transfergesellschaft steht und fällt mit dem Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen“, unterstrich Bergelin. Zurzeit gebe es aber keine Anzeichen für ein Einlenken des Unternehmens.

Sparen und Verkaufen sind aber nur eine Seite der Medaille: Inzwischen hat Teyssen auch Zukäufe wieder in den Blick genommen. So steht der Energiekonzern möglicherweise kurz vor dem Einstieg in den portugiesischen Energiemarkt. Für den zum Verkauf stehenden 21-Prozent-Anteil des Staats an der heimischen EDP sollen die Düsseldorfer ein bindendes Angebot unterbreitet haben. Eine Entscheidung könnte noch in diesem Jahr fallen.

Peter Lessmann

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