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Wirtschaft Zukunft von Quelle durch Massekredit vorerst gesichert
Mehr Welt Wirtschaft Zukunft von Quelle durch Massekredit vorerst gesichert
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23:07 24.06.2009
Der insolvente Versandhändler Quelle kann sein Geschäft offenbar mithilfe eines Massekredits weiterführen. Quelle: Timm Schamberger/ddp

Über das Notdarlehen können insolvente Firmen den Geschäftsbetrieb aufrechterhalten; die Gläubiger dieses Kredits erhalten dann vorrangig Geld vom Pleiteunternehmen.

Da eine staatliche Bürgschaft für Quelle aufgrund des bestehenden hohen Risikos nicht in Betracht gekommen sei, hätten der Bund und die beteiligten Länder Bayern und Sachsen im Bürgschaftsausschuss alternativ die Gewährung eines Massekredits "geprüft und positiv bewertet", teilte das Wirtschaftsministerium in München mit. Der Kredit soll demnach über die staatlichen Förderbanken finanziert werden. Den Angaben zufolge ist das Ausfallrisiko bei einem Massekredit wesentlich geringer als bei einer Bürgschaft.

"Der Massekredit macht den Weg frei für die Entwicklung einer Fortführungslösung von Quelle", erklärten Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) und Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel. Dies sei "eine gute Nachricht" für die Beschäftigten. "Der Massekredit verschafft dem Unternehmen erst einmal Luft, die offenen Fragen zu klären und die notwendigen weiteren Schritte anzugehen. Wir hoffen sehr, dass es auf diesem Weg gelingt, eine langfristig tragfähige Zukunftslösung für Quelle zu schaffen."

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hatte zuvor erklärt, dass sich der Bürgschaftsausschuss gegen die von Quelle geforderte Rettungsbürgschaft über 50 Millionen Euro entschieden habe. Grund sei, dass bei dem Versandhändler "eine Überschuldung vorliegt", sagte Steinbrück. Das Bundeswirtschaftsministerium erklärte wenig später jedoch, dass noch keine endgültige Entscheidung gefallen sei.

Für seine Äußerungen wurde Steinbrück deshalb heftig kritisiert. Ihn überrasche der Vorstoß Steinbrücks, schon vor einer nicht unwichtigen Sitzung vollendete Tatsachen zu schaffen, sagte Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) im Bayerischen Rundfunk. Ihm lägen keine Informationen vor, dass sich der Bund nicht an einem belastbaren Rettungskonzept für Quelle beteiligen würde. Die Aussage des Bundesfinanzministers sei "schlechter Stil", sagte Fahrenschon. Die Arcandor-Tochter Quelle musste am 9. Juni zusammen mit dem Gesamtkonzern Insolvenz anmelden.

afp

Die Bundesregierung hat eine staatliche Bürgschaft in Höhe von 50 Millionen Euro für den insolventen Versandhändler Quelle abgelehnt.

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