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Wirtschaft Zalando-Aktie fährt Achterbahn
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18:04 01.10.2014
Die Vorstandsvorsitzenden der Zalando SE, David Schneider (l-r), Robert Gentz und Rubin Ritter, halten  auf dem Parkett der Wertpapierbörse in Frankfurt am Main (Hessen) beim Börsengang des Online-Händlers die Börsenglocke. Quelle: dpa
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Frankfurt/Main

Die Aktie des Online-Händlers Zalando hat zum Börsenstart am Mittwoch eine Berg- und Talfahrt erlebt. Erst sprang sie mit dem ersten Kurs von 24,10 Euro um rund zwölf Prozent über den Ausgabepreis. Nur wenige Minuten später fiel sie mit 21,55 Euro praktisch auf den Ausgabepreis zurück. Zum Mittag arbeitete sich der Kurs wieder an die Marke von 23 Euro hoch.

Zum ersten Kurs war Zalando knapp sechs Milliarden Euro wert. Das ist mehr als Dax-Unternehmen wie K+S, Lanxess oder Lufthansa auf die Waage bringen. Der Börsengang bringt Zalando gut 600 Millionen Euro ein. Zalando hatte mit einem Ausgabepreis von 21,50 Euro die zuvor aufgestellte Preisspanne von 18 bis 22,50 Euro nicht ganz ausgeschöpft, obwohl die Nachfrage mehr als zehn Mal höher als das Angebot an Aktien gewesen sein soll.

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Zalando schaffte es in diesem Jahr nach hohen Anlaufverlusten in die schwarzen Zahlen. Nach einem positiven ersten Halbjahr könnte es in diesem Jahr auch den ersten Jahresgewinn geben. Haupteigentümer sind die schwedische Beteiligungsgesellschaft Kinnevik sowie die Internet-Investoren Oliver, Marc und Alexander Samwer. Ihre Anteile verwässern sich mit der Ausgabe der neuen Aktien. Dem Prospekt zufolge soll Kinnevik nach dem Börsengang noch 31,57 Prozent halten, statt zuvor 35,6 Prozent. Die Samwer-Brüder kommen noch auf 14,81 Prozent statt zuvor 16,7 Prozent.

Die Samwer-Brüder hatten Zalando seit der Gründung 2008 unterstützt, der Mode-Händler war unter dem Dach ihrer Startup-Schmiede Rocket Internet groß geworden. Die Samwers bringen Rocket Internet am Donnerstag ebenfalls an die Börse. Der Startup-Finanzierer will dabei bis zu 1,6 Milliarden Euro einnehmen.

Die Erlöse aus dem Zalando-Börsengang sollen in das weitere Wachstum des Unternehmens fließen. Zalando will vor allem aus eigener Kraft größer werden, kann sich aber auch Zukäufe vorstellen. Die Berliner wollen ihre Kundenbasis erweitern, die Umsätze beim einzelnen Käufer steigern und auch in neue regionale Märkte vordringen. Der Onlineversender hatte zuletzt knapp 14 Millionen aktive Kunden.

dpa

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