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Wirtschaft Wadan-Werften an der Ostsee melden Insolvenz an
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08:29 06.06.2009
Trotz umfangreicher staatlicher finanzieller Hilfen haben die Wadan-Werften in Wismar und Rostock-Warnemünde Insolvenz angemeldet. 2600 Mitarbeiter müssen nun um ihre Löhne und ihre Arbeitsplätze bangen. Quelle: Danny Gohlke/ddp

Ein Sprecher der Werften bestätigte, das ein entsprechender Antrag beim Amtsgericht Schwerin eingereicht wurde. Betroffen von der Zahlungsunfähigkeit der Werften sind 2600 Mitarbeiter an beiden Standorten, die nun um ihre Löhne und ihre Arbeitsplätze bangen müssen.

Nach Angaben der Geschäftsführung haben "ungeklärte Fragen" zwischen den Gesellschaftern der Werften dazu geführt, dass Anzahlungen von Schiffskunden in dreistelliger Millionenhöhe nicht abgerufen werden konnten. Details wollte der Werftsprecher nicht mitteilen. Die Werften gehören seit 2008 zu 70 Prozent der russischen FLC West und zu 30 Prozent der koreanischen STX Europe. Sie waren seit dem vergangenen Herbst mit Krediten und Bürgschaften im Umfang von mehr als 200 Millionen Euro vom Bund sowie vom Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt worden.

Die Eigentümer hatten nach Angaben der Landesregierung weitere Hilfen verlangt. Da sie bisherige Zusagen nicht eingehalten hätten, wurden ihr diese verweigert. Die FLC West brachte demnach einen Eigenanteil von fünf Millionen Euro nicht auf. Die STX Europe wiederum soll anders als versprochen bislang keine Schiffe bei den Werften in Auftrag gegeben haben.

"Es ist enttäuschend und macht mich wütend, wie die Eigner die Werften im Stich gelassen haben", sagte Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD). Das Land und der Bund würden "alles tun, um die Werften und die Arbeitsplätze zu erhalten". Die Werft verfügt derzeit über Aufträge für zwölf Schiffe im Wert von 801 Millionen Euro. Damit wäre sie bis Mitte 2010 beschäftigt. Die Insolvenz darf nach Ansicht der IG Metall Küste nicht das Aus der beiden Standorte bedeuten.

Die Werften in Wismar und Rostock-Warnemünde waren die beiden größten der DDR-Werften an der Ostsee, die nach der Wiedervereinigung mit rund sieben Milliarden D-Mark saniert und modernisiert wurden. Mitte der 90er Jahre musste der Bund eine weitere Milliarde aufbringen, weil das Geld offenbar vom ersten privaten Eigentümer nach der Wende, dem Bremer Vulkan, für fremde Zwecke abgezweigt worden war. Nach dem Bremer Vulkan gehörten die Werften für mehrere Jahre zum norwegischen Aker-Konzern.

afp

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