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Wirtschaft Wabco droht „erbitterter Widerstand“
Mehr Welt Wirtschaft Wabco droht „erbitterter Widerstand“
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22:54 11.06.2009
Von Lars Ruzic
Teststrecke des Autozulieferers Wabco Quelle: Rainer Dröse

Wabco sei „das erste Unternehmen in Deutschland, das den gesellschaftspolitischen Konsens aufkündigen will, ohne Entlassungen durch die Krise zu kommen“.

Wie berichtet, will der Spezialist für Brems- und Fahrzeugregelsysteme in seinem wichtigsten Werk sowie dem benachbarten Standort Gronau 300 Mitarbeitern betriebsbedingt kündigen. Als Grund nennt der US-Konzern die Auftragseinbrüche um 60 Prozent. Dadurch reiche der bereits vollzogene sozialverträgliche Abbau von 650 auf 2250 Stellen nicht mehr aus. Die IG Metall dagegen kritisierte, Wabco habe die Möglichkeiten der Kurzarbeit „noch in keinster Weise ausgeschöpft“. Sie gelte erst seit zehn Wochen, obwohl sie bis auf 24 Monate ausgedehnt werden könne.

Der Arbeitgeberverband NiedersachsenMetall, der Wabco zu seinen größten Mitgliedern zählt, sieht in der Maßnahme einen Beweis für den Ernst der Lage in der Nutzfahrzeugbranche. „Die Gleichgültigkeit der Politik gegenüber der darniederliegenden Lkw-Branche rächt sich jetzt“, sagte Hauptgeschäftsführer Volker Schmidt. Es bleibe unverständlich, warum den Autobauern mit der Abwrackprämie schnell und unkonventionell geholfen wurde, „gleichzeitig aber die Situation der Nutzfahrzeugindustrie durch pervers anmutende Mauterhöhungen ohne Not verschlechtert wurde“. Die Anhebung der Gebühr zum Jahreswechsel hatte die ohnehin unter der Flaute leidenden Spediteure – Hauptzielgruppe der Nutzfahrzeugbranche – zusätzlich getroffen.

Schmidt hatte bereits im März eine Abwrackprämie für schwere und leichte Nutzfahrzeuge gefordert. Die Pkw-Variante des Zuschusses zeige eindrucksvoll, „dass öffentliche Zuschüsse gut angelegtes Geld sein können“.

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