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Wirtschaft Versicherer kommen nach „Irene“ glimpflich davon
Mehr Welt Wirtschaft Versicherer kommen nach „Irene“ glimpflich davon
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11:55 29.08.2011
US-Volkswirt Peter Morici schätzte die entstandenen Schäden auf bis zu 20 Milliarden Dollar (13,8 Milliarden Euro) . Quelle: dpa
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Washington

„Irene“ könnte für die Versicherer relativ glimpflich ausfallen, sagte Charles Watson, Forschungschef von Kinetic Analysis, einem auf Schätzungen von Naturkatastrophen spezialisierten Unternehmen der Nachrichtenagentur Bloomberg. Kinetic geht davon aus, dass die versicherten Schäden bei rund 2,6 Milliarden Dollar (1,8 Milliarden Euro) liegen. Der US-Verbraucherverband rechnet dagegen damit, dass die Menschen rund sieben Milliarden Dollar bei ihren Versicherungen für Wind- und Überschwemmungsschäden geltend machen werden.

Aussagen von den Versicherern selbst zu den Kostenschätzungen gibt es noch nicht. Die von Naturkatastrophen traditionell am stärksten betroffenen Rückversicherer wie die Munich Re, die Hannover Rück oder die Swiss Re brauchen bei Großschäden meistens ein paar Tage, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Versicherungswerte zählten am Montagvormittag zu den Favoriten am deutschen Aktienmarkt und legten zu.

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US-Volkswirt Peter Morici schätzte die entstandenen Schäden auf bis zu 20 Milliarden Dollar (13,8 Milliarden Euro) . Werde die zweitägige Produktionspause in Unternehmen mit eingerechnet, könnten sich die Schäden sogar auf bis zu 45 Milliarden Dollar belaufen, erklärte der Experte von der Universität von Maryland am Sonntag (Ortszeit). In vier großen Städten der Ostküste mussten Fabriken ihre Produktion am Freitag einstellen.

Wirbelsturm „Irene“ tobte am Wochenende an der US-Ostküste und legte New York lahm. Die Millionenmetropole glich einer Geisterstadt, nachdem die Behörden Massenevakuierungen angeordnet hatten. U-Bahnen fuhren nicht, Flüge fielen aus, Geschäfte und Theater wurden geschlossen. Doch der Big Apple bliebt von der befürchteten Katastrophe verschont: Der Hurrikan schwächte sich kurz vor der Ankunft in New York zum Tropensturm ab. Dennoch waren mindestens vier Millionen Menschen ohne Strom.

dpa/kas