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Wirtschaft VW-Kernmarke bricht drastisch ein
Mehr Welt Wirtschaft VW-Kernmarke bricht drastisch ein
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12:44 29.04.2013
Die Pkw-Kernmarke des Volkswagen-Konzerns muss im Auftaktquartal 2013 eine Halbierung des operativen Ergebnisses verkraften. Quelle: dpa
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Wolfsburg

Nach 1,076 Milliarden Euro blieben diesmal zwischen Januar und Ende März nur 590 Millionen Euro. Insbesondere der in Westeuropa verschärfende Wettbewerb wirke sich negativ aus, teilte VW am Montag in Wolfsburg mit. Die Marke VW, zu der etwa die Volumen-Modelle Golf, Polo und Passat gehören, ist die Kernmarke im VW-Konzern.

Im wichtigen Kernmarkt Westeuropa gaben die Auslieferungen im Auftaktquartal 2013 um 5,8 Prozent nach. Die Vertriebskosten, in denen sich der Trend zu Rabatten widerspiegelt, schossen um 17 Prozent in die Höhe, wie aus dem Quartalsbericht der Wolfsburger hervorgeht. Entsprechend auch das Bild bei der zentralen Pkw-Kernmarke des Konzerns: Sie musste im Startquartal eine Halbierung des operativen Ergebnisses verkraften.

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Auch in der Konzerngesamtrechnung ist das Bild getrübt: Den damals 3,165 Milliarden Euro als operatives Ergebnis stehen im aktuellen Startquartal 2,344 Milliarden Euro gegenüber - minus 26 Prozent.

Diese Entwicklung steht vor dem Hintergrund, dass Europa für VW - so wie üblich für deutsche Autobauer - der Ergebnisbringer ist. Doch für Westeuropa berichtet der Konzern: “„Auf nahezu allen wesentlichen Märkten dieser Region lagen unsere Verkaufszahlen unter den Vorjahreswerten.“ Und der Einbruch im Ergebnis ist sogar noch geschönt durch den Effekt, dass die junge Tochter Porsche neuerdings monatlich etwa 200 Millionen Euro vor Zinsen und Steuern beisteuert. Ohne diesen Porsche-Effekt wäre das Ergebnis beinahe halbiert worden.

Und Volkswagen schleppt Altlasten mit: Die Lagerbestände lagen am Ende des ersten Quartals deutlich über den Werten von Ende 2012. Alleine der Warenbestand - der zum Großteil fertige Autos beschreibt - war 1,2 Milliarden Euro höher als Ende Dezember. Damit liege der Stand allerdings noch unterhalb der Marke von vor einem Jahr, heißt es im Geschäftsbericht. Aber dennoch: Viele Autos stehen auf dem Hof und lassen sich oft nur noch stark rabattiert in den Markt drücken.

dpa