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Wirtschaft Unsicherheit vor Wahlen: US-Aktien geben nach
Mehr Welt Wirtschaft Unsicherheit vor Wahlen: US-Aktien geben nach
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11:24 03.11.2012
Wegen des unsicheren Wahlausgangs haben die US-Aktien Verluste verbucht. Quelle: dpa
New York

Der Leitindex Dow Jones Industrial verlor 1,05 Prozent auf 13.093,16 Punkte. Auf Wochensicht bedeutete dies ein Minus von 0,11 Prozent. Am Montag und am Dienstag allerdings war die Börse wegen des Wirbelsturms „Sandy“ geschlossen geblieben.

Der marktbreite S&P 500-Index sank am Freitag um 0,94 Prozent auf 1414,20 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq fiel der Composite Index um 1,26 Prozent auf 2982,13 Punkte. Für den Nasdaq 100 ging es um 1,16 Prozent auf 2656,28 Punkte nach unten.

Das Rennen um die Präsidentschaft ist weiter völlig offen: Nach einer neuen Umfrage der „Washington Post“ und des TV-Senders ABC ging Amtsinhaber Barack Obama mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,07 Prozentpunkten vor Mitt Romney in das letzte Wahlkampf-Wochenende. Auch fast jede andere Erhebung blieb innerhalb der statistischen Fehlerwahrscheinlichkeit.

In den USA waren im Oktober indes deutlich mehr Arbeitsplätze geschaffen worden als erwartet. Darüber hinaus wurde der Stellenaufbau in den beiden Vormonaten nach oben korrigiert.

Die Aktien von Starbucks sprangen um 9,12 Prozent auf 50,84 US-Dollar, nachdem die Kaffeehauskette im vierten Geschäftsquartal einen elfprozentigen Umsatzanstieg erzielt hatte. Der Gewinn hingegen hatte stagniert, unter anderem wegen einer höheren Steuerlast.

Die Titel von LinkedIn konnten ihre anfänglichen Gewinne nicht behaupten und gaben zum Handelsschluss um 0,07 Prozent auf 106,78 Dollar nach. Das Online-Karrierenetzwerk hatte seinen Quartalsumsatz unerwartet deutlich um 81 Prozent gesteigert und zudem einen kleinen Gewinn von 2,3 Millionen Dollar geschafft. Beim Börsengang im vergangenen Jahr hatte das Papier noch 45 Dollar gekostet.

Dagegen ging es für die Papiere der American International Group (AIG) um 7,16 Prozent nach unten. Zwar liefert der vom Staat vor der Insolvenz gerettete Versicherungskonzern mittlerweile stabile Gewinne ab. Für eine Abschätzung der Kosten durch Wirbelsturm „Sandy“ sei es aber noch zu früh, hieß es vom Unternehmen. Der auf Risikoanalyse spezialisierte Dienstleister Eqecat rechnet branchenweit mit 10 bis 20 Milliarden Dollar an versicherten Schäden.

Die Chevron-Titel gaben nach durchwachsenen Zahlen um 2,87 Prozent nach und waren damit das Schlusslicht im Dow. Der Ölkonzern hatte zwar mit seinem leicht rückläufigen Umsatz die Erwartungen übertroffen, war aber ergebnisseitig deutlich dahinter zurückgeblieben.

Die Aktien von First Solar schließlich sackten um 8,82 Prozent ab. Das Solarunternehmen hatte im dritten Quartal einen Gewinnrückgang erlitten. Zudem habe die Cashflow-Entwicklung enttäuscht, sagte ein Analyst.

Der Euro litt unter den guten Arbeitsmarktdaten und kostete zuletzt 1,2830 US-Dollar. Richtungsweisende zehnjährige US-Staatsanleihen legten angesichts der schwachen Wall Street um 1/32 auf 99 4/32 Punkte zu und rentieren mit 1,723 Prozent. 

dpa

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