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Wirtschaft US-Gericht verurteilt Ex-Lufthansa-Manager wegen Korruption
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19:28 06.04.2013
Quelle: dpa
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Washington

Nach Ansicht des zuständigen Bezirksgerichts in Tulsa machten sie dabei mit, Beamte in Mexiko, Panama und Brasilien zu bestechen, um an Wartungsaufträge für Flugzeuge zu kommen.

Die Männer wurden zu jeweils acht Monaten Hausarrest verurteilt, wie das Justizministerium am späten Freitag (Ortszeit) in Washington mitteilte. Eigentlich hatten ihnen mehrere Jahre Gefängnis gedroht, doch das Gericht reduzierte die Strafe, weil sich die Ex-Manager schuldig bekannt hatten und mit den Ermittlern zusammenarbeiteten. Gegen zwei weitere ehemalige BizJet-Manager läuft das Verfahren noch, sie befinden sich nach Wissen der US-Behörden jedoch außer Landes.

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Ein Lufthansa-Sprecher erklärte auf Anfrage, der Konzern habe voll mit den Behörden kooperiert und zwischenzeitlich Maßnahmen ergriffen, um „solche Vorfälle in der Zukunft zu vermeiden“. BizJet hatte sich schon im März vergangenen Jahres mit der US-Justiz auf eine Strafzahlung von 11,8 Millionen Dollar (9,1 Mio Euro) geeinigt. Die Lufthansa selbst wurde nicht weiter belangt.

Die US-Justiz verfolgt Korruption im Ausland mit Nachdruck. Möglich wird dies durch den „Foreign Corrupt Practices Act“ (FCPA). Dessen Schärfe bekamen bereits mehrere deutsche Konzerne zu spüren. Zu den prominentesten Fällen zählen Siemens, Daimler und die Deutsche Telekom. Hier waren die Bußen höher ausgefallen. Bei der Lufthansa verlief der Fall auch deshalb glimpflicher, weil sie nach Angaben des US-Justizministeriums die Vorkommnisse selbst aufgedeckt hatte.

dpa

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