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Wirtschaft Treibstoff-Leck am „Dreamliner“ bereitet Boeing Ärger mit der FAA
Mehr Welt Wirtschaft Treibstoff-Leck am „Dreamliner“ bereitet Boeing Ärger mit der FAA
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15:45 05.12.2012
Boeings „Dreamliner“ 787 hat Probleme mit einem Treibstoff-Leck. Die Flugzeuge müssen nun geprüft werden. Quelle: dpa
Washington

Boeings modernster Jet 787 „Dreamliner“ erweist sich mal wieder als Sorgenkind. Nach jahrelangen Verzögerungen bei der Entwicklung und Problemen in der Produktion muss sich der Flugzeughersteller nun mit undichten Treibstoffleitungen bei der hochgezüchteten Langstrecken-Maschine herumschlagen. Hinzu kommt eine Notlandung aus noch unbekannten Gründen.

Nachdem bereits mehrere Jets wegen Lecks in der Werkstatt waren, müssen nun alle „Dreamliner“ auf Fertigungsfehler untersucht werden. Das ordnete die US-Luftfahrtbehörde FAA an. Die undichten Stellen könnten dazu führen, dass dem Flugzeug der Treibstoff ausgehe, ein Triebwerk an Kraft verliere oder gar ein Feuer ausbreche, erklärte die Behörde in einer am Mittwoch veröffentlichten Anweisung.

Ursache der Lecks sind nach Angaben der FAA unsauber installierte Kupplungsstücke. Diese befinden sich an den Treibstoffleitungen in der Aufhängung der Triebwerke. Die japanischen Fluggesellschaften All Nippon Airways (ANA) und Japan Airlines hatten als Erstkunden mit dem Mangel zu kämpfen.

Bis Ende Oktober hatte Boeing insgesamt 33 „Dreamliner“ ausgeliefert, nachdem sich die Erstauslieferung wegen technischer Probleme um mehr als drei Jahre verzögert hatte. Das Flugzeug ist zu großen Teilen aus leichten Verbundwerkstoffen gefertigt statt wie üblich aus Aluminium. Das neue Material, das beim Spritsparen hilft, hatte Konstrukteure und Zulieferer überfordert.

Erst am Dienstag war ein „Dreamliner“ der US-Fluggesellschaft United Continental in New Orleans notgelandet. United und Boeing konnten zunächst keine genaue Ursache nennen. Boeings Heimatzeitung „Seattle Times“ berichtete von einer Fehlfunktion in der Elektronik. Eine Flut von Cockpit-Anzeigen hätte einen Systemfehler nahegelegt. Der Pilot habe sich deshalb entschieden, sicherheitshalber zu landen.

Wegen des Treibstoff-Lecks hatte Boeing seinen Kunden bereits Ende November empfohlen, die Maschinen zur Überprüfung zu schicken. Rund die Hälfte der Inspektionen seien inzwischen abgeschlossen, sagte eine Unternehmenssprecherin. Zudem wolle Boeing sicherstellen, dass die Montage bei neuen Flugzeugen korrekt verlaufe.

Der „Dreamliner“ ist das modernste Passagierflugzeug am Himmel und für Boeing entsprechend wichtig im Kampf mit dem europäischen Erzrivalen Airbus. Der setzt seinen A350 dagegen, dessen Produktion nach ebenfalls mehrmaligen Verzögerungen gerade angelaufen ist. Der Jungfernflug soll im kommenden Jahr stattfinden.

dpa

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