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Wirtschaft Tempo, Tempo – Tipps für Last-minute-Geschenke
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00:15 26.12.2012
Wer noch nicht alle Geschenke beisammen hat, muss sich sputen. Quelle: dpa

Die Zahl der Wahl

Das Parfüm Chanel No. 5 ist eigentlich immer eine sichere Wahl: klassisch, edel – dafür allerdings auch sündhaft teuer. Außerdem es gibt viele Frauen, die ihr Parfüm lieber selbst aussuchen oder das kleine Fläschchen vom Vorjahr noch nicht aufgebraucht haben. Denn mal im Ernst: Zu Weihnachten ein Parfüm zu schenken, ist oft eine Notlösung, bei der Auswahl liegen viele Männer daneben. In der Parfümerie allerdings gibt es Alternativen. Statt Chanel No. 5 etwa könnte es auch mal die 559 sein: Diese Zahl steht in der Kosmetiklinie des französischen Couturiers für der Nagellackton „Frenzy“, der perfekt zu diesem Winter passt: Die Mischung aus Greige und einem Hauch Flieder bringt genau die Farbe auf die Nägel, in die sich der Himmel färbt, kurz bevor es schneit (um 24 Euro). Wem das nicht gefällt, findet in der Farbpalette zahlreiche Alternativen, von der beinahe jede Nuance ein Treffer sein könnte. Nagellack in schrillen und ungewöhnlichen Tönen von Jeansblau bis Senfgelb sind zurzeit groß in Mode und die Farben von Chanel spätestens seit der monatelang ausverkauften Erfolgsnuance „Particuliere“ großer Kult.

Wer nichts aus dem Sortiment der Kosmetik schenken möchte, findet in den meisten Parfümerien aber auch anderes. Menschen mit Fernweh etwa freuen sich über eine gut gefüllte Reiseapotheke ebenso wie über einen Rucksack (zum Beispiel von Oilily, um 50 Euro). Die fröhlichen Paisley-Muster sind wie vieles aus den neunziger Jahren gerade wieder angesagt und gefallen nicht nur Kindern.

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Auswechseln erwünscht

Der 24. Dezember, erzählt Klaus Kolk, „ist unser leichtester Tag.“ Wer an Heiligabend das Juweliergeschäft Christ aufsucht, der muss sich sofort entscheiden – kaufen oder nicht kaufen, verschieben unmöglich. Deshalb hat der Leiter der Christ-Uhren-Abteilung schon viele Männer erlebt, die „zu allem bereit sind“. Verzweiflungskäufer eben. In diesem Jahr wird Kolk seine Kunden auf Achat-Gemmen hinweisen, die gerade ihr Comeback erleben. Die Anhänger zeigen Motive wie Rosen oder Engel und sind in Weiß- oder Gelbgold eingefasst, die hochpreisigen mit Brillanten (399 bis 1299 Euro). Und weil der Trend zum Hochwertigen geht, rät Kolk allen Last-Minute-Kundinnen zur Uhr – etwa zum zeitlosen Modell „Le Locle“ von Tissot. Dabei können Kundinnen zwischen drei Ziffernblattfarben und Armbändern wählen (385 bis 425 Euro).

Große Wahlmöglichkeiten bietet auch die Carl-Grüttert-Uhr „CG Berlin 41mm“, die es bei Florentine gibt. In mehr als 15 Farben wird das Modell hergestellt, über das sich besonders Kinder freuen. Die bunten Armbänder lassen sich beliebig tauschen (9,99 Euro). Noch mehr Kombinationen erlaubt der Wechselring von Florentine. Scheiben aus Silber, Gold, Plexiglas, Filz, Kalzedon oder Acryl lassen sich beliebig auf den Grundring (39 Euro) schrauben und je nach Laune auswechseln. Ein flippiges Geschenk für junge Frauen, das sogar in letzter Minute nach Absicht aussieht – „und die nächsten Weihnachten rettet“, sagt Filialleiterin Gönül Kal. Die Wechselmöglichkeiten können eben nicht groß genug sein.

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Großes für die Kleinen

Der nächste Spielwarenladen ist zu weit weg, aber die Geschenke für die Kinder in der Verwandtschaft sind noch nicht im Sack? Möglicherweise lässt sich das Problem in der nächstgelegenen Drogerie oder Apotheke sogar noch kurz vor Ladenschluss lösen. Wärmflaschen mit Kuschelfellbezug in Form von Affen, Bären oder kleinen Drachen gehören meist fest ins Sortiment und sind nicht nur flauschig, in kalten Winternächten oder bei fiebrigen Schüttelfrost spenden diese kleinen Begleiter auch noch angenehme Wärme (ab 12 Euro).

Ein Blick lohnt sich auch in das Regal mit Filmen und Tonträgern: Neben Regenwald-Geräusch-CDs und Yoga-Kursen mit ZDF-Moderatorin Nina Ruge („Alles wird gut“) stehen manchmal Kinderfilmklassiker wie „Pippi Langstrumpf“, „101 Dalmatiner“ oder „Biene Maja“ (ab 12 Euro). Eltern von Kleinkindern freuen sich vielleicht aber auch über ganz praktische Geschenke: Ein Riesenpaket Windeln erspart ihnen viel Schlepperei und sogar Geld.

Und wenn der Schenkende dann noch das Entspannungsprogramm mit einem entsprechenden Körperpflege-Set erweitert, wird aus dem Last-Minute-Geschenk sogar ein Konzept. Besonders schön ist derzeit ein Set aus unterschiedlichen Pflegeprodukten des französischen Kosmetikherstellers Vichy: Eine je nach Set variierende Auswahl an Gesichts- und Körperpflege ist in nostalgische Blechdosen verpackt, auf denen Werbeplakate aus den zwanziger und dreißiger Jahren abgebildet sind.
Selbst wenn die Pflegeprodukte einmal aufgebraucht sind – die Boxen sind von Dauer.

Vor dem Weinregal nicht ratlos

Heiligabend, kurz vor Ladenschluss – und der ist früh. Wem da erst einfällt, dass er noch Wein oder Sekt braucht, der muss sich sputen. Für den Weg zum Fachhändler fehlt dann oft die Zeit, der Charme der Billigdiscounter ist auch verflogen, seit Gutbetuchte mit dem „Aldi“-Champagner kokettieren. Tankstellen wären die letzte Lösung, sie sind meist rund um die Uhr geöffnet. Aber die Weinauswahl dort ist meist medioker und die Preisgestaltung absurd. Bleibt der Supermarkt.
Dort ist die Auswahl mittlerweile so solide, dass größere Versorgungsengpässe nicht zu befürchten sind. Wer Glück hat, findet einen Laden, dessen Geschäftsführer besondere Ambitionen in Sachen Genussmittel hat. Besonders die „Edeka“-Läden können ihr Repertoire doch recht individuell zusammenstellen.

Generell gilt, dass die Grundversorgung bei Weißweinen leichter zu gewährleisten ist als bei Roten. Wer den Winzer nicht kennt, sollte auf das Kleingedruckte achten: Winzergenossenschaften sind Weinvertriebsfirmen immer vorzuziehen. Nicht auf Ladenhüter hereinfallen: Weißweine der Supermarkt-Qualitäten sollten jung getrunken werden.

Wer jetzt noch einen Rotwein für den Erbonkel sucht, tut sich schwer. In normalen Supermärkten bewegen sich die Preise im mittleren einstelligen Bereich. Bekannte Namen können hilfreich sein: Wo Torres drauf steht, ist immer gut Trinkbares drin. Wer jemals in Spanien Urlaub gemacht hat, kennt den Vina Sol – dieser Weiße (um 6 Euro) passt zu Fisch. Die kalifornische Gallo-Winery ist das weltweit größte Privatweingut und bietet auch im unteren Preissegment mit dem Cabernet Sauvignon (um 5 Euro) solide Qualität. Die größten Fehler kann man beim Sekt machen. Wenn der zu lange und im Licht steht, verliert er an Qualität. Nicht nur deshalb empfiehlt Sekt oder Champagner in der Pappkarton-Verpackung. Schließlich packt an Weihnachten jeder gerne aus.
Lokal-Patrioten suchen und finden bei der niedersächsischen Sektkellerei Duprès. Besonders gut: Carte Noire Privat und Blanc de Noire (je 15,50 Euro).

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Gutscheine sind der Renner – auch fürs Tanken

Es gibt sie, die Verzweifelten, die auf dem Weg zur Bescherung noch an der Tankstelle anhalten. Der Zwischenstopp ist das Gegenteil eines Einkaufsbummels mit liebevoll ausgesuchten Geschenken, die Ausbeute aber ist so schlecht nicht – zu Waschwachs oder Starthilfekabel muss niemand greifen. Der Renner im Tankstellen-Weihnachtsgeschäft sind Geschenkkarten mit Guthaben von 15 bis 50 Euro, die direkt an der Tankstelle aktiviert werden. Ob von IKEA, Douglas, Playstation, OBI oder Jacques Wein-Depot – für jeden Geschmack und Geldbeutel ist etwas dabei. Sehr gefragt sind auch Tankgutscheine, nicht nur bei Chefs, die ihre Mitarbeiter überraschen wollen. In Zeiten steigender Benzinpreise freuen sich auch Familienangehörige darüber.

Kleine Mitbringsel für Kinder finden sich ebenfalls in den Regalen, zum Beispiel Wundertüten (2,19 Euro). Gefüllt sind sie unter anderem mit Schlüsselanhängern und Spielzeugtieren, auf der Rückseite gibt es Spiele zum Malen.

Größeren, die gerade vom eigenen Auto träumen, verhilft man mit einem Anschauungsmodell auf die Spur. Die Firma Maisto stellt solche her, etwa einen silbernen Chrysler PT Cruiser im Größenverhältnis 1:18, ein Metallspritzguss mit Plastikteilen und Türen, Motorhaube und Kofferraum zum Öffnen (um die 25 Euro).

Auf große Fahrt kann man damit nicht gehen – wer solche Pläne hegt, sollte lieber mit einer guten Karte überrascht werden. Bei Aral gibt’s einen Deutschland-Atlas 2013 im Maßstab 1:200 000, darin enthalten sind 40 Citypläne sowie Hotels und Restaurants. Damit der nächste Urlaub besser geplant wird als die Bescherung.

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