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Wirtschaft Tausende Beschäftigte demonstrieren für Daimler-Standort Sindelfingen
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11:15 01.12.2009
Derzeit gibt es vier Standorte für die Produktion der C-Klasse: Bremen, Sindelfingen sowie Werke in China und Südafrika.
Derzeit gibt es vier Standorte für die Produktion der C-Klasse: Bremen, Sindelfingen sowie Werke in China und Südafrika. Quelle: ddp
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Mehrere tausend Mitarbeiter von Daimler und anderen baden-württembergischen Unternehmen haben am Dienstag für den Erhalt der C-Klasse-Produktion am Standort Sindelfingen demonstriert. Eine Verlagerung der Produktion in die USA werde die Belegschaft nicht akzeptieren, warnte der Daimler-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Erich Klemm auf einer Kundgebung auf dem Sindelfinger Werksgelände. Wenn es Schule mache, dass die Produktion zu den Abnehmern gehe, dann würden im Exportland Deutschland „die Lichter ausgehen“. Daimler dürfe nicht zu einem „Zockerunternehmen“ werden.

Nach Angaben einer Betriebsratssprecherin nahmen insgesamt rund 12.000 Menschen an der Kundgebung teil. Im Laufe des Tages sollten noch zwei weitere Kundgebungen in Sindelfingen stattfinden. Der Betriebsrat und die IG Metall rechneten mit insgesamt mindestens 20.000 Beteiligten. Zu den Protestveranstaltungen reisten auch Mitarbeiter von Bosch, Porsche und zahlreichen Automobilzulieferern aus der Region an, um ihre Solidarität mit den Daimler-Kollegen zu bekunden.

Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück sagte auf der Kundgebung, „wir müssen zusammenhalten“. Er rief zu einer „Revolution für sichere Arbeitsplätze“ auf. „Wir haben keine Millionen Euro, aber wir haben Millionen Menschen“, betonte Hück. Die Region dürfe nicht kaputtgemacht werden.

Derzeit gibt es vier Standorte für die Produktion der C-Klasse: Bremen, Sindelfingen sowie Werke in China und Südafrika. In Sindelfingen sind 4000 Mitarbeiter mit der Produktion des Modells beschäftigt. Die IG Metall befürchtet, dass bei einer Verlagerung in die USA 3000 Arbeitsplätze in Sindelfingen wegfallen.

ddp