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16:46 12.04.2016
Vor der dritten Verhandlungsrunde der Tarifgespräche im öffentlichen Dienst, hat die Gewerkschaft dbb wieder zu Warnstreiks aufgerufen. An einer Demonstration in der Innenstadt von Flensburg hatten am 7. April etwa 750 Personen teilgenommen.
Vor der dritten Verhandlungsrunde der Tarifgespräche im öffentlichen Dienst, hat die Gewerkschaft dbb wieder zu Warnstreiks aufgerufen. An einer Demonstration in der Innenstadt von Flensburg hatten am 7. April etwa 750 Personen teilgenommen. Quelle: dpa
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Potsdam

Die Entgeltsteigerung für die rund zwei Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen solle auf zwei Jahre verteilt werden, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Dienstag in Potsdam. Ein Prozent mehr solle es im ersten, zwei Prozent mehr im zweiten Jahr geben. "Ich denke, das ist ein faires Angebot", sagte de Maizière. Die Gewerkschaften hatten sechs Prozent mehr verlangt.

Der Vorschlag der Arbeitgeber stößt auf Gewerkschaftsseite jedoch auf Ablehnung: "Das vorgelegte Angebot ist völlig unbrauchbar. Den Arbeitgebern fehlt jeder Wille zum Durchbruch", urteilt der dbb-Verhandlungsführer Willi Russ. In einigen strukturellen Fragen, etwa bei der Eingruppierung, hätten die Tarifparteien zwar Annäherungen erreicht, erklärte Russ, "aber bei entscheidenden Themen, wie dem Einkommen oder der unbefristeten Übernahme der Auszubildenden mauern die Arbeitgeber weiter."

Die dbb-Verhandlungskommission hat entschieden, die bundesweiten Warnstreiks vor der dritten und entscheidenden Verhandlungsrunde auszuweiten. "Die Kolleginnen und Kollegen erwarten zu Recht Respekt und Wertschätzung für ihre Arbeit und keine Scheinangebote. In den Betrieben und Ämtern vor Ort werden wir den Druck in den nächsten Tagen also deutlich erhöhen damit wir in der dritten Runde Ende April noch den Durchbruch schaffen", so Russ weiter.

Sollte das Angebot der Arbeitgeber dennoch angenommen werden, beziffert die kommunale Arbeitgebervereinigung VKA auf 2,7 Milliarden Euro für die Kommunen. Den Bund würde dies laut de Maizière rund 400 Millionen Euro kosten, bei einer Übertragung auf die Beamten eine Milliarde Euro.

dpa

12.04.2016
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