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Wirtschaft TUI fühlt sich von ARD-Autoren getäuscht
Mehr Welt Wirtschaft TUI fühlt sich von ARD-Autoren getäuscht
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16:11 22.01.2013
Von Stefan Winter
Der hannoversche Reiseveranstalter TUI fühlt sich von der Sendung "ARD-Marktcheck" falsch dargestellt. Quelle: wdr
Hannover

In einem vier Seiten langen Text setzt er sich mit den Rechercheergebnissen auseinander. Zitiert werden auch zufriedene TUI-Kunden, die zum Beispiel auf Twitter „ihrem Unmut Luft gemacht“ hätten. „Heiß her gegangen“ sei es in den sozialen Netzwerken, behauptet der Konzern – wobei die Indentität der begeisterten Kunden kaum zu klären sind.

Beim WDR, der für die Sendung zuständigen ARD-Anstalt, nimmt man den Konter aus der hannoverschen TUI-Zentrale jedenfalls gelassen: „Wir können in der TUI-Reaktion nicht sehen, was unsere Ergebnisse widerlegen würde“, sagte eine Sprecherin.

In der ersten Kategorie „Qualität“ bekommt die TUI von den Testern ein „ordentlich“ – nicht gerade das, was der Marktführer gewöhnt ist. TUI-Sprecher Mario Köpers findet das „nicht nachvollziehbar“, zumal die Testfamilie das Vier-Sterne-Hotel auf Gran Canaria als „schön“ bezeichnet habe. Allerdings sei dem Testteam bekannt gewesen, dass es sich um ein älteres Haus mit anstehender „Komplettrenovierung“ handelt. Der Vergleich mit neueren Häusern der Konkurrenz sei einer zwischen „Äpfeln und Birnen“.

Baustellen in Hotelnähe mit Gutschein entschädigt

In der Kategorie Service kassiert die TUI ein „durchwachsen“, weil konzerneigene Reisebüros bei der Buchung nicht auf Baustellen in Hotelnähe hingewiesen hätten. Das sei im Buchungssystem eigentlich gar nicht möglich, beharrt die TUI und erklärt den Lapsus damit, dass die Buchungen meist nicht zu Ende geführt worden seien – sonst wäre der entsprechende Hinweis aufgetaucht. Immerhin seien die Gäste noch am Urlaubsort mit einem 70-Euro-Gutschein entschädigt worden – zehn Prozent des Reisepreises.

Ärger auch in der Kategorie Preis, denn den halten die ARD-Tester für „hoch“ – nach Überzeugung des Unternehmens, weil die Angebote der Konkurrenz nicht vergleichbar seien. Und in der Kategorie Fairness gibt es ein „unzureichend“ wegen der Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter. Man werde den genannten Fällen auf den Grund gehen, verspricht TUI.

Die Kritik in der Sendung hat den Konzern offenbar kalt erwischt. Während der Dreharbeiten habe man von den WDR-Leuten eine ganz andere Tonlage gehört: „Von den Autoren der Sendung fühlen wir uns hinters Licht geführt“, sagt Köpers.

(mit dpa)

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