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Wirtschaft Studie: Zu wenig Wettbewerb im Bahnmarkt
Mehr Welt Wirtschaft Studie: Zu wenig Wettbewerb im Bahnmarkt
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08:25 22.09.2009
Der Fernverkehr sollte bald privatisiert werden, rät die neue Studie. Quelle: ddp
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Die Vorschläge liefen auf eine Aufspaltung und Privatisierung des Staatskonzerns Deutsche Bahn (DB) hinaus. Nötig seien „konsequente Maßnahmen des Staates“, um faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen, meinen die fünf Wissenschaftler. Das größte Problem sehen sie im großen Diskriminierungspotenzial der Bahn, solange der Branchenführer – und nicht ein unabhängiger Betreiber – die Schieneninfrastruktur kontrolliert.

Die Transportsparten der DB (Fern-, Nah- und Güterverkehr) sollten daher „möglichst bald“ privatisiert werden, schlägt die Kommission vor. So entfielen viele Anreize zur Diskriminierung. Alle Konkurrenten könnten dann Gleise, Bahnhöfe und andere Anlagen zu gleichen Bedingungen nutzen. Im Güterverkehr auf der Schiene bemängeln die Experten, dass die Bahn zu wenig Konkurrenz im Einzelwagenverkehr habe. Dies liege maßgeblich daran, dass die Konkurrenten nur mühsam Zugriff auf Rangier- und Zugbildungsanlagen bekämen. Hier sei eine striktere Regulierung durch den Staat nötig.

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Im Fernverkehr (ICE, IC) plädiert die Kommission für mehr Wettbewerb durch Fernbuslinien, deren Zulassung bisher stark beschränkt ist. Im Nahverkehr auf der Schiene sollten alle neuen Verkehrsverträge im Wettbewerb ausgeschrieben werden.

wüp