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Wirtschaft Streiks behindern Bahnverkehr am Hauptbahnhof Hannover
Mehr Welt Wirtschaft Streiks behindern Bahnverkehr am Hauptbahnhof Hannover
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13:45 18.03.2013
Foto: Der Streik der Gewerkschaft EVG hat am Montagmorgen den Schienenverkehr erheblich getroffen.
Frust am Hauptbahnhof Hannover: Der Streik der Bahnarbeiter-Gewerkschaft hat den Schienenverkehr am Montagmorgen erheblich behindert. Quelle: Morchner
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Hannover/Berlin

Die Warnstreiks bei der Bahn haben auch in Niedersachsen für Probleme im Zugverkehr gesorgt. Besonders Pendlerstrecken seien „stark betroffen“, sagte ein Bahnsprecher am Montagmorgen. Vor allem Mitarbeiter in Stellwerken und Werkstätten hätten die Arbeit niedergelegt. Viele Züge könnten nicht bereitgestellt werden.

Hannover war vom Streik am Montagmorgen ebenfalls betroffen. Zwar wurde in der niedersächsischen Landeshauptstadt selbst nicht gestreikt, doch die Auswirkungen der Arbeitsniederlegungen waren am Hauptbahnhof deutlich zu spüren. Etliche Züge fuhren nur mit zum Teil erheblichen Verspätungen ab. Mehrere ICE sind wegen des Streiks ausgefallen, einige Ersatzzüge waren unterwegs. Betroffen war der Bahnverkehr in sämtliche Richtungen.

Die Warnstreiks dauerten bis 8 Uhr an. Es ist aber damit zu rechnen, dass sich die Auswirkungen über den ganzen Tag hinziehen würden, sagte der Bahnsprecher. Auch in Kiel, Frankfurt und mehreren Städten in Sachsen traten Mitarbeiter in Stellwerken, Werkstätten sowie Reinigungskräfte in den Ausstand. Bahnreisende mussten sich bundesweit auf Zugausfälle und Verspätungen einstellen.

Weitere Warnstreiks seien vorerst nicht geplant, sagte der Gewerkschaftssprecher. Die Gewerkschaft hoffe, das „Signal“ sei bei der Bahn angekommen. Nun solle erst einmal verhandelt werden. Die Tarifverhandlungen für die 130 000 Beschäftigten bei der Deutschen Bahn sollen am Montagnachmittag in Berlin fortgesetzt werden.

Laut Bahn ist damit zu rechnen, dass es auch nach dem Ende der Warnstreiks im weiteren Tagesverlauf Behinderungen gibt. Die betroffenen Strecken und Fahrzeuge könnten erst nach und nach wieder in Betrieb genommen werden.

Bei Pendlern und Reisenden warb der EVG-Sprecher um Verständnis. Die Gewerkschaft war mit der Forderung nach 6,5 Prozent mehr Geld für ein Jahr in die Verhandlungen gegangen.

Die Deutsche Bahn erneuerte ihre Kritik an den Warnstreiks. Diese seien unverhältnismäßig. Auf dem Tisch liege ein „vernünftiges Angebot“ der Bahn. Der Arbeitgeber hat in einem ersten Schritt 2,4 Prozent mehr Geld in diesem und weitere 2 Prozent im nächsten Jahr sowie eine Einmalzahlung von 400 Euro angeboten.

dpa/cli

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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