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Wirtschaft Wieder wird bei Amazon gestreikt
Mehr Welt Wirtschaft Wieder wird bei Amazon gestreikt
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09:12 13.12.2014
Besonders heikel zur Weihnachtszeit: ver.di will Amazon bestreiken. Quelle: dpa
Berlin

Beschäftigte in Bad Hersfeld (Hessen), Leipzig (Sachsen), Graben (Bayern), Rheinberg und Werne (beide Nordrhein-Westfalen) sollten die Arbeit niederlegen, teilte ver.di am Freitag mit. Die Streiks beginnen demzufolge mit der Nachtschicht von Sonntag auf Montag am größten deutschen Standort in Bad Hersfeld. Die anderen Standorte wollen sich am Montag mit Beginn der Frühschicht beteiligen. Der Streik solle bis Ende der Spätschicht am Mittwoch gehen.

„Amazon weigert sich weiterhin kategorisch, das Recht der Beschäftigten auf einen Tarifvertrag anzuerkennen und hält Gewerkschaften für überflüssig“, sagte Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. Das Unternehmen wolle die Arbeitsbedingungen diktieren. Die Gewerkschaft versucht seit mehr als einem Jahr, den Versandhändler zu Tarifgesprächen zu Bedingungen des Einzelhandels zu bewegen. Amazon lehnt das ab und sieht sich selbst als Logistiker. Deswegen kommt es seit Mai 2013 immer wieder zu Streiks.

Das Unternehmen beschäftigt in bundesweit neun Warenlagern knapp 10 000 Mitarbeiter. Die Streiks richteten sich nicht gegen die Kunden, sondern gegen Amazon als Arbeitgeber, sagte Nutzenberger: „Lieferverzögerungen können wegen der Streiks nicht ausgeschlossen werden.“ Bestellungen sollten nicht allzu kurzfristig aufgeben werden.

Amazon hatte immer betont, dass man das Versprechen pünktlicher Lieferungen auch im Falle von Streiks erfüllen könne. „Wir liefern zuverlässig“, versicherte eine Unternehmenssprecherin am Freitag. An den Streiks habe immer nur eine Minderheit der Mitarbeiter teilgenommen. „Die meisten Kollegen in Deutschland arbeiten regulär, um Kundenerwartungen zu erfüllen. Und mit europaweit 28 Logistikzentren in sieben Ländern stemmt Amazon auch die Spitzenbestelltage.“

Jan Perske

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