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Wirtschaft Steuerermittlungen: Gucci muss mehr als eine Milliarde an den Fiskus überweisen
Mehr Welt Wirtschaft Steuerermittlungen: Gucci muss mehr als eine Milliarde an den Fiskus überweisen
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16:04 10.05.2019
Gucci muss Steuern nachzahlen. Quelle: AP
Paris

Der französische „Gucci“-Eigner Kering zahlt nach langen Verhandlungen 1,25 Milliarden Euro an den italienischen Fiskus. Wie der Luxusgüterkonzern („Saint Laurent“, „Bottega Veneta“) in Paris mitteilte, wurde am Donnerstag eine Vereinbarung mit den italienischen Steuerbehörden abgeschlossen.

Eine Steueruntersuchung lief seit 2017 in Mailand. Diese betraf Aktivitäten der schweizerischen Tochter Luxury Goods International in Italien. Wie Kering nun mitteilte, sind zusätzliche Steuern von 897 Millionen Euro fällig, inklusive Zinsen und Zuschlägen ergebe sich ein Gesamtbetrag von 1,25 Milliarden Euro.

Berichten der Nachrichtenagentur Reuters zufolge ging es bei den Ermittlungen der Steuerbehörden auch um die Kernmarke Gucci, die aus Sicht der Fahnder Steuervermeidung betrieben hatte. 2017 kam es deshalb zu Razzien in Mailand und Florenz.

Gucci hat reichlich Geld

Auf der finanziellen Ebene ist die jetzige Einigung für Gucci verschmerzbar. Der Mutterkonzern soll etwa 10 Milliarden Euro Barreserven angehäuft haben.

Gucci und der Mutterkonzern Kering bemühen sich allerdings schon lange um ein soziales Image. Unter anderem gehörte Chef Francois Henri Pinault zu den wohlhabenden Franzosen, die für den Wiederaufbau von Notre-Dame gespendet hatten. Sein Anteil: 100 Millionen Euro.

Von RND/dpa