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Wirtschaft Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungen gegen Middelhoff ein
Mehr Welt Wirtschaft Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungen gegen Middelhoff ein
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21:51 12.06.2009
Die Staatsanwaltschaft Essen hat Ermittlungen gegen den früheren Arcandor-Chef Thomas Middelhoff wegen des Verdachts der Untreue eingeleitet.
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Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Essen am Freitag mitteilte, handelt es sich dabei aber lediglich um einen formalen Schritt. Nachdem man zunächst Vorermittlungen gegen Middelhoff eingeleitet hatte, eröffne man das Verfahren nun, da man die von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) in der Sache erteilte Anregung nun als „Strafverfolgungsbegehren“ bewertet.

An der Sachlage selbst habe sich nichts geändert. Die Behörde habe keine neuen Ermittlungsergebnisse gegen Middelhoff, erklärte die Sprecherin. Derzeit warte man noch auf die Einlassung des früheren Arcandor-Chefs zu dem Sachverhalt.

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Middelhoff steht im Verdacht, sich über Immobilienfonds an Geschäften beteiligt zu haben, bei denen Gebäude zu außergewöhnlich hohen Mieten an den zu Arcandor gehörenden Karstadt-Konzern verpachtet wurden. Der Fall soll sich zu einem Zeitpunkt ereignet haben, als Middelhoff noch nicht bei dem damaligen KarstadtQuelle-Konzern (jetzt Arcandor) tätig gewesen war. Gemeinsam mit seiner Ehefrau soll der Manager Fonds gezeichnet haben, über die fünf Gebäude für Kaufhäuser zu überteuerten Mieten vermietet wurden. Aufgelegt wurden die Fonds laut dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ von dem Projektentwickler Josef Esch und der Privatbank Sal. Oppenheim.

Im Gegenzug wollte Esch den Konzern angeblich an den Gewinnen aus anderen Großprojekten beteiligen. Zu den Geschäften kam es jedoch nicht. Laut dem damaligen KarstadtQuelle-Vorstand belief sich der verursachte Schaden auf rund 100 Millionen Euro.

Middelhoff hatte am vergangenen Wochenende in der „Welt am Sonntag“ erklärt, die gegen ihn und seine Ehefrau erhobenen Vorwürfe aufklären zu wollen. Der „gesamte Sachverhalt“ sei von den zuständigen Gremien des Unternehmens sowie von Wirtschaftsprüfern und Anwälten „intensiv geprüft und abschließend bearbeitet worden“, sagte Middelhoff dem Blatt.

ddp